Geburt | Wochenbett

Schnell nach Hause

April 25, 2015

Eigentlich wollten wir ja ambulant entbinden, sprich innerhalb von 24 Stunden nach Hause gehen.
Nach einem Kaiserschnitt fällt das natürlich komplett weg und die Regel sind 5 Tage lang im Spital zu bleiben nach dem eigentlichen Geburtstag, der als Tag 0 gerechnet wird. In unserem Fall hätte es Freitag heimgehen bedeutet…

Und obwohl das Schwestern- und Ärzte-team wirklich nett war und mein Liebster auch jeden Tag von 8-20 Uhr mit uns verbracht hat, war mir klar, dass ich es nicht so lang im Spital aushalten würde.
Am Tag der Geburt kam ich um 13:30 ins Zimmer und schon um 17 Uhr war ich mit Krücken unterwegs. Verblüffenderweise waren die Symphysenschmerzen tatsächlich noch am selben abend einfach weg, und so war ich ab ca. 19 Uhr sogar ohne Krücken unterwegs.
Die Nächte waren leider sehr unruhig für mich, wobei es nicht am Krümelchen lag. Der kleine Mann schlief unheimlich brav ein und das ständig, nur leider war es im Zimmer einfach zu unruhig. Von den anderen drei Frauen kamen Youtube-geräusche, Handyspielgeräusche, später dann unglaublich lautes Schnarchen und die anderen drei anderen Babys waren sehr unruhig und quängelig. Krümelchen ist also zwar immer wieder eingeschlafen, wachte aber immer wieder mit Schrecken auf. Daher verließ ich immer wieder das Zimmer und zog mich in einem der Stillzimmer zurück, wo wir kuscheln konnten und Krümelchen in meinem Arm schlief. Ich selbst hatte freilich nicht die Möglichkeit, mich von den anstrengenden 2 Tagen auszuruhen.
Und so ging es auch in der nächsten Nacht. Da ich tagsüber nicht schlafen konnte, allein schon wegen der anderen Familien, die sich nicht die Bohne an die Besucherzeiten halten wollten war ich am Dienstag zwar immer noch mit einem unglaublich ruhigen Baby gesegnet, aber trotzdem unbeschreiblich müde. Hochgerechnet hab ich seit Freitag wohl ca. 6 Stunden geschlafen, was schon allein sehr erschöpfend war, ganz abgesehen von der Geburt.
Die Tage hab ich größtenteils außerhalb des Zimmers verbracht, wir bekamen viel Besuch und machten es uns in der Teeküchen und den Stillzimmern gemütlich. 
Aber für mich war klar, bis Freitag würde ich es wohl nicht aushalten. Also hab ich mit der Gynäkologin gesprochen, die war von meiner Entwicklung sehr begeistert und gab mir ihr Okay für eine frühzeitige Entlassung. Da am dritten Tag die Kinderärztin zum Krümelchen kam, nutzte ich noch diese Visite, um mir auch das Okay von ihr zu holen, was ich auch bekam. Da wir ja ohnedies eine Hebamme für die Heimbetreuung hatten, konnte ich daher den Reverse unterschreiben und schon am Mitwoch mit Krümelchen nach Hause kommen, wo wir seither unser gemeinsames Familienleben endlich in Ruhe genießen können mit traumhaften Nächten im Familienbett.
Unsere Hebamme hat uns natürlich gleich Donnerstag und Freitag besucht und ist auch ganz von uns begeistert. Ich fühl mich auf jeden Fall in meiner Entscheidung bestätigt, das Krankenhaus früher verlassen zu haben, auch wenn es natürlich kritische Stimmen gab. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

commentluv

%d Bloggern gefällt das: