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Zweite Nacht ohne Baby

Mai 5, 2016

Mein Körper will im Moment gar nicht so wie ich… über 1 Woche hab ichs ohne Spital geschafft, aber ich hab schon bemerkt, seit ein paar Tagen verschlechtert sich wieder alles. Also wiedermal hin, eigentlich wollt ich mir nur ambulant meine Infusionen holen. Der Arzt schaut mich schon mit diesem vielsagenden Blick an „Ihnen gehts nicht erst seit heute morgen so, oder?“ Nein, ich merks schon seit 4, 5 Tagen, dass es wohl wieder schlimmer wird. Er will mich nicht ambulant behandeln und schickt mich gleich rauf auf die Station, wo schon mein Bett hergerichtet ist. Kaum bin ich drin, häng ich schon an den Infusionen und die behandelnden Ärzte kommen herein. Wieder alles besprochen, Krümelchen darf jederzeit Stillen kommen.

Dass er hier schläft, sehe ich aber selbst ein, ist eher kontraproduktiv. Ich kann mich weder erholen, noch bin ich in der Lage, mich entsprechend um ihn zu kümmern. Daher ist er den ganzen Tag mit dem Papa unterwegs, 3 Mal besuchen sie mich. Die Nacht ist hart, ich kann nicht schlafen. Dazu kommt, dass ich ganz vergessen hab, Krümelchen auch links anzulegen, jetzt platzt die Brust gefühlt. Die Nachtschwester, der ich um 1 Uhr nachts mein Problem schildere, hat sie selbe Idee, wie ich: Ich gehe also heimlich nachts durch die Gänge in die Geburtenstation, schildere mein Problem und bitte, abpumpen zu dürfen. Die Schwestern müssen schmunzeln, betonen immer wieder, dass sie es so toll finden, dass ich noch stille und geben mir gleich eine Profipumpe. Hach, Erinnerungen werden wach. Die ersten Tage nach Krümelchens Geburt saß ich auch hier, genau auf dieser Couch, an genau so einer Maschine. Da dieses Mal mehr als nur ein paar wenige ml, wie damals beim Kolostrum zu erwarten sind, gibt man mir die größte verfügbare Flasche. 80ml, moi wie süß 😉 Ich kann mir so viele nehmen, wie ich brauch, meinen sie 😉 Rund 200ml später tuts nicht mehr weh und ich gehe wieder schlafen 😉

Am nächsten Morgen dann die Überraschung: Ich bekomme keinen Entlassungszettel. Auf Nachfragen sagt man mir, dass meine Werte noch nicht passen. Ich spreche also mit 2 Oberärzten, erkläre, dass ich wirklich nicht mehr länger hier bleiben möchte. Nun ja, man sei hier natürlich kein Gefängnis, aber sie denken nicht, dass ich es ausgestanden habe. Noch 2 weitere Tage mit Infusion, gefolgt von einem ohne, das wäre der Plan. Am 5. Tag hätte man mich erst entlassen… Nöööööö, das geht dann aber wirklich nicht 😉  Ich erkläre ihnen, dass ich noch heute gehen möchte, sie sagen, ich habe das Recht dazu, passt alles geklärt 😉
Als ich gerade auf der Toilette bin, mich übergeben, sind die Ärzte grad da für eine Untersuchung. Die wird mal 15 Minuten verschoben. Als ich dann frage, wann ich entlassen werde, kam die überraschte Aussage: Ach so? Aber sie haben sich doch gerade übergeben?
Ähm ja?
Naja, da dachten die Ärztinnen, dass sie doch noch bleiben werden. 
Nein nein, ich will bitte trotzdem gehen!

Endlich bekomme ich meinen heißersehnten Zettel. „Die Entlassung der Patientin erfolgte auf eigenen Wunsch!“ steht drauf… naja, egal, ich bin dann mal wieder zu Hause 😉 Bei meinem Schatz, bei meinen Mietzen und Krümelchen 😉

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