Alltag | Väterkarenz

Abgebrochener Zahn: Zahnarzt mit Kleinkind

Juli 16, 2018

Ich bin: Kleinkindmama

Miniknübsi hat sich mit ca. 13 Monaten einen Schneidezahn abgebrochen. Wie es genau dazu kam, wissen wir leider nicht, aber da er oftmals vor Oberflächen Niesanfälle bekommt, die gern mal mit komplett blutender Nase enden, vermute ich, dass er sich den Zahn mal bei so einer Aktion ausgeschlagen hat. Leider ist es kein kleines Stückchen, das da fehlt, sondern wirklich ein großer Teil des Zahnes… Deswegen war es in unseren Augen als Eltern unbedingt notwenidg, dass sich ein Zahnarzt das mal ansieht. Soviel zur Theorie.

Zahnarztsuche

Leider gestaltete sich die Zahnarztsuche als äußerst aufwendig und kompliziert, da sich niemand zutraute, ein so kleines Kind zu untersuchen. Ganz abgesehen von einer Behandlung… Wir telefonierten also herum, suchten Rat im Umfeld, baten online um Erfahrungen, wurden aber ziemlich ernüchtert. Sämtliche Ärzte wiesen uns prinzipiell mal ab. Interessanterweise hörte ich sogar von einem Zahnarzt, dass man da eh nichts machen kann. Der Zahn werde halt schwarz und kariös und der Karies wird wohl auf den Folgezahn überwandern, noch bevor dieser rauskomme. In dem Fall könne man ja dann den bleibenden Zahn behandeln oder gegebenfalls gegen eine Prothese ersetzen. Dass wir dort sicherlich nicht hingehen werden, war natürlich klar… Aber auch Zahnärzte, die durchaus mit Kindern arbeiten, stellten uns eine Untersuchung nur mit Narkose in Aussicht.

So kleine Kinder untersuchen wir nur sediert!

 

Eine Narkose, oder auch „nur“ eine Sedierung für lediglich eine Untersuchung schien mir aber zu aufwendig. Immerhin war da ja noch nichtmal eine Behandlung in Aussicht. Also suchten wir weiter und weiter. Es dauerte mehrer Wochen, bis wir endlich eine Zahnärztin fanden, die auch so junge Kinder ohne Narkose untersuchen würde. Zumindest würde sie es versuchen. Das reichte mir schon.

Wartezimmer Zahnarzt
Nervöses Warten

Der erste Zahnarztbesuch

Ich sags ehrlich, großartig vorbereitet hab ich Miniknübsi nicht. Er kennt aus unserem Zahnputzbuch den Zahnarzt und natürlich hab ich ihm erklärt, was wir da jetzt machen werden und warum. Aber das wars auch schon. Der Besuch selber verlief dann genau so, wie ich es mir erträumt hatte. Die Ärztin beschäftigte sich zuerst ein wenig mit ihm. Er durfte sich im Raum umsehen und auch die Instrumente anfassen. Dann setzte ich ihn auf meine Schoß mit Blick zu mir und beugte mich über ihn und ihn ein wenig nach hinten. Dabei lachten wir, kitzelten, und schnitten Grimassen. Das fand Miniknübsi so lustig, dass er laut und vor allem mit weit aufgerissenen Mund lachte – perfekt zum Ansehen 😉 Einmal war dann natürlich zu kurz, also wiederholten wir das ganze mehrere Male, bis die Ärztin genug Zeit gehabt hatte, um sich den abgebrochenen Zahn genau anzusehen. Nie im Leben hätte ich mir erträumt, dass das ganze so einfach von statten gehen kann. Besonders nicht, da ich davor ja wochenlang nur von Fixierungen und Sedierungen gehört und gelesen hab.

Nicht gut – aber auch nicht schlecht

Das Ergebnis war übrigens nicht so schlimm, wie befürchtet: Miniknübsi hat keinen Karies! Leider aber war der ganze Zahn komplett offen und auch noch weiter angebrochen, er werde also noch weiter abbröseln im Laufe der Zeit… Zudem müssen wir nun alle 3 Monate zur Kontrolle und sie empfahl uns dringend in diesem Fall auf fluidhaltige Zahnpasta umzusteigen, was wir bei ihm dann auch machten. Aber abgesehen vom fleißigen Weiterputzen und den regelmäßigen Kontrollen sollen wir inzwischen nur abwarten, denn eine Versiegelung würde bei diesem brüchigen Zähnchen wohl kaum halten und wäre somit den Aufwand des Aufbringens nicht wert…

Inzwischen sind schon über 3 Monate vergangen und Miniknübis hatte, dieses Mal mit dem Papa in Karenz, seinen erneuten Kontrolltermin. Alles wieder paletti, auch wenn der Zahn inzwischen kleiner war, weil eben wie angekündigt noch mehr abgebrochen war. Die Ärztin meinte zudem, dass sich der Zahn auch verfärben kann, da er offen ist und eben oxidiert. Das hat sich aber bisher noch nicht bewahrheitet. Oh – und er ist übrigens nach wie vor frei von Karies 😉 In 3 Monaten gibts die neue Kontrolle und ich freu mich schon richtig drauf… auf den Zahnarztbesuch ganz ohne Sedieren oder Fixieren 😉

Wartezimmerspaß
Er kennt sich schon aus 😉

Euch da draußen kann ich nur empfehlen: Sucht, sucht, sucht solange, bis ihr einen Zahnarzt findet, der euch wirklich zusagt! Egal wie ihr es dann handhaben wollt, ihr als Eltern müsst damit zurechtkommen, müsst es vor eurem Kind vertreten können und mit einem guten Gefühl die Sache angehen. Und lasts euch bloß nichts einreden, von dem ihr nicht überzeugt seid! Auf gute Zähne!

 

 

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