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Zähne putzen

Juni 25, 2016

Immer wieder werde ich gefragt, ob und wie es denn bei uns mit dem Zähneputzen klappt. Interessanterweise scheint unser total unkomplizierter Umgang damit nämlich nicht alltäglich zu sein?

Ich hatte schon viele Kinder in Betreuung, sowohl im Kindergarten- als auch Volkschulalter, die massive Zahnprobleme hatten. Auf Nachfragen hin, hab ich schon sehr oft gehört, dass keinen großen Wert darauf gelegt wird, da es ja eh nur die Milchzähne seien. Doch da liegt der Hund begraben, denn sind die Kinder es nicht von früh an gewohnt, werden sie das tägliche Putzen später kaum problemlos übernehmen. Abgesehen von den medizinischen Problemen, die sich auch schon bei mangelnder Hygiene von Milchzähnen äußern können!

Wir hier sind sogar noch einen Schritt weiter gegangen: Das „Zähne putzen“ gehört zu unserem Abendritual, seit Krümelchen ganz klein war. Ich glaub angefangen haben wir mit ca. 3 Monaten. Zu Beginn gab es bei uns natürlich keine Zahnbürste, sondern einen Zahnputzhasen, dann später Massagebürstchen und erst seit dem ersten Zahn im Jänner nutzen wir normale Zahnbürsten. Seit damals gehört das Zähne putzen übrigens auch zum morgendlichen Ritual.

Ob das jetzt der richtige Weg ist, wage ich zu bezweifeln, aber es war definitiv der richtige Weg für uns.

Wir Erwachsenen wechseln uns immer beim Putzen ab, sodass immer einer von uns selber putzt und der andere mit dem kleinen Hasen. Dabei sieht er nicht nur, dass wir Erwachsenen auch putzen, sondern ist auch zeitgleich gewohnt, von uns beiden die Zähne geputzt zu bekommen. Denn das ganze sieht so aus: Er darf die Zahnbürste selber nehmen, wir helfen ihm abends ein wenig Zahnpasta drauf zu geben (morgens putzt er nur mit Wasser) und dann wird erstmal vom Erwachsenen kurz vorgeputzt. Die nächsten 1-2 Minuten putzt der kleine Hase dann selber, manchmal erfolgreicher, manchmal nicht so und sieht zeitgleich den anderen Erwachsenen die eigenen Zähne putzen. Wenn dann die elektische Zahnbüste von uns das Ende signalisiert, endet auch Krümelchens Spiel. Es wird nochmal zum Abschluss ordentlich vom Erwachsenen nachgeputzt und dann werden beide Zahnbürsten ordentlich gereinigt und zurückgestellt.

Für uns hatte diese Methode am meisten Sinn, denn
* da er es von Anfang an gewohnt ist, kennt er das Prozedere; es gehört zum Tagesablauf.
* da er parallel zum eigenen Putzen ein Elternteil dabei beobachten kann, steigt natürlich die Eigenmotivation, etwas zu tun, was die Erwachsenen auch machen.
* da wir immer vor- und nachputzen, können wir sicherstellen, dass zumindest ein wenig Putzzeit erfolgreich ist
* und er lernt gleich das richtige Putzen und macht es immer häufiger immer besser, sodass ich guter Dinge bin, dass er es dann später auch alleine schaffen kann 😉

Das Zähneputzen oder allgemein die Zahnpflege sollte niemals unbeachtet bleiben, auch nicht bei kleinen Kindern. Denn wie so vieles im Leben lässt sich mit vorrausschauender Planung einiges verhindern, wenn man nur unkompliziert und regelmäßig an die Sache rangeht 😉 

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