Geburt | Schwangerschaft

Wieso ambulante Geburt?

Januar 3, 2015

Kommt irgendwie zur Sprache, dass wir eine ambulane Geburt vorhaben, werden wir meist ungläubig angesehen. „Aber das ist doch eure erste Geburt?“ „Was, wenn was Ernstes passiert?“ „Ihr seid ja dann komplett alleine mit der Situation!“ Und obwohl es mich teilweise schon ein wenig ärgert, wie wenig uns anscheinend zugetraut wird, erkläre ich es immer wieder aufs Neue: Ambulante Geburt ist natürlich auch beim ersten Mal möglich. Sollte etwas Ernstes passieren, können wir das Krankenhaus ohnedies nicht so früh verlassen, bzw. wenn zu Hause was passiert (wie es tagtäglich passieren kann!) suchen wir eben ein Krankenhaus auf. Wir sind ja nicht ganz alleine, wir haben einander, unsere Familien und nicht zu vergessen unsere Hebamme, die uns in dieser ersten Zeit untertsützen. Ich dachte mir, ich sammle mal alle Gründe zusammen, warum wir uns für eine ambulante Geburt entschieden haben:
– Ursprünglich konnte ich mir eine Hausgeburt sehr gut vorstellen. Da wir aber sehr neugierige Katzen haben, die immer bei uns sind, würde es wohl auch nicht möglich sein, diese von der Geburtstszene fernzuhalten. Da ich das aber ehrlich gesagt nicht möchte, haben wir nach einer Alternative gesucht, die nahe an einer Hausgeburt liegen. In einem fremden Haushalt war für mich nicht denkbar und in unserer Nähe haben wir kein passendes Geburtshaus gefunden, das uns zugesagt hätte. Das Spital, das wir uns daher ausgesucht haben, forciert die natürliche Spontangeburt so gut es geht. Medikamente, Kaiserschnitt und ähnliche Optionen sind eher Notlösungen und werden so gut es geht vermieden. Stattdessen wird viel mit Hebammen, Akkupunktur, Akkupressur, natürlichen Kräutern und Co gearbeitet. Selbst die Beckenendlage wird in der Regel natürlich entbunden, was in den meisten anderen Krankenhäusern leider meiner Meinung nach nur allzu schnell in einem Kaiserschnitt endet.
– Das Spital unserer Wünsche ist schlichtweg zu überlastet. Es handelt sich um ein kleineres aber extrem beliebtes Spital mit begrenzten Räumlichkeiten. Daher gibt es leider keine Möglichkeit auf ein Einzelzimmer, im Gegenteil, in unserem Geburtsmonat haben sich bereits so viele Menschen angemeldet, dass seit Oktober Aufnahmestopp besteht und ich wohl das Zimmer mit 3-4 Frauen teilen muss. Verständlich, dass ich das nicht 4 Tage lang haben möchte.
– Ich mag einfach keine Krankenhäuser. Auch das netteste Spital mit der heimeligsten Atmosphäre verbreitet trotzdem den Gedanken der Krankheit in meinem Kopf. Da ich aber nunmal nicht krank bin, will ich dieses Gefühl nicht haben, schon gar nicht in der ersten Zeit, die wir mit unserem Kind verbringen dürfen.
– Auch wenn es für Väter strenggenommen keine Besucherzeiten gibt, wird gebeten, dass diese nachts das Zimmer verlassen. Da ich aber nicht alleine bzw. mit fremden Frauen in einem Zimmer schlafen möchte, sondern lieber mit meinem Liebsten, liegt es natürlich nahe, dass ich so schnell wie möglich aus dem Krankenhaus wieder raus möchte.
– Richtig entspannen kann ich mich nunmal nur daheim. Mal ehrlich wer kann sich schon so richtig in einem Krankenzimmer gehen lassen?
Das alles (und wahrscheinlich noch mehr) sind die Gründe, warum wir zwar die Geburt im Spital selbst vorhaben, danach aber so schnell es geht wieder nach Hause wollen. Natürlich möchte ich mich danach noch etwas ausruhen und es kommt auch darauf an, um welche Uhrzeit unser Krümelchen auf diese Welt kommen wird, aber so schnell es eben für uns alle passt 😉

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