Baby 0-12 Monate | my2cents | Wochenbett

Werden sie laut, werde du leiser!

Mai 9, 2015

Ich arbeite ja mit Kindern, keine Ahnung, ob ich das hier schon mal erwähnt habe… aber auf jeden Fall übe ich meinen Beruf mit Leidenschaft und Begeisterung aus, es ist mein absoluter Traumjob, mehr sogar noch, es ist meine berufliche Erfüllung. Und als solche handle ich im Beruf nicht nur nach dem, was ich in der Ausbildung gelernt habe, sondern vieles geschieht einfach intuitiv und aus dem Gefühl heraus.
Eine Sache, die recht typisch für meine Arbeit ist, ist mein Umgehen mit Lärm. Ich mag keinen Lärm, der spannt an, macht nervös und unsicher. Und nach meiner Erfahrung erzeugt Lärm nur noch mehr Lärm. Wenn es also laut wurde, habe ich bewusst dagegengesteuert und wurde immer leiser. (auch wenn das zunächst eine Irritation bei den Kindern auslöst, die mich noch nicht kennen, denn leider sind sie es häufig nicht gewohnt, mal eben nicht überbrüllt zu werden…) In der Regel dauert es nicht lange, bis ich die Aufmerksamkeit gewonnen habe und das sagen kann, was ich möchte, ohne meine Stimme anzustrengen.
Und weil ich eben voll und ganz hinter meinen Handlungen stehe, wird auch hier zu Hause eigentlich ähnlich gehandelt. Wir sind ein recht ruhiges Paar (bitte nicht missverstehen, wir können selbstvertsändlich auch anders 😉 ) und auch bei Krümelchen agieren wir so: Wird der kleine Hase laut, weil er müde ist, Bauchweh hat, der Hunger ruft, einer seiner gehassten Feinde (Der Drache Pups, Lord Schnupfnase oder der schwarze Ritter Flitzgacki) ihn quält oder die Windel nass ist, dann werden wir (zusätzlich zur Erfüllung der Bedürfnisse) eben genaus das Gegenteil: Leise.
In dieser Situation bringt es weder Krümelchen noch uns was, würden wir nervös und ungeduldig den Flur entlang laufen, mit dem Baby im Arm hysterisch wippend. Stattdessen setzen wir uns hin, sorgen für guten Körper- idealerweise Hautkontakt, atmen ruhig und bewusst ein und aus und entspannen uns. Natürlich schreit Krümelchen in dieser Situation noch, nur ich glaube kaum, dass ein entnervtes Schhhhhhhh dagegen etwas helfen könnte. Also reden wir mit ruhiger und sanfter Stimme mit ihm, streichen ihm über den Rücken, und zeigen ihm, dass wir für ihn da sind.
Und das bewährt sich wirklich: In der Regel schreit Krümelchen ca. 1, höchstens 2 Mal am Tag und dieses Schreien dauern weniger als eine Minute, manchmal tatsächlich nur ein paar Sekunden. Dann merkt er schon, dass wir Sicherheit und Orientierung bieten, es grad kein Drama gibt, das uns aufregen könnte und er passt sich ganz schnell an uns an. Schon troknen die Tränen, es gibt noch einen Schluchzer und entweder mützelt er dann gleich ein oder beobachtet uns ein wenig, bevor er sich wieder seiner weiteren Umgebung widmet, die ja unbedingt erforscht werden will 😉

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