Alltag | Baby 0-12 Monate

Wenn ein geliebtes Haustier stirbt…

Februar 19, 2016

Als Heimtierbesitzer darf man nicht nur wundervolle, lustige und erheiternde Tage erleben, es gehören leider auch die traurigen dazu. Aber wie bringt man das einem Baby bei? Wie erklärt man, dass ein geliebtes tierisches Familienmitglied nun nicht mehr da sein wird? Wie bringt man es rüber, dass Mama jetzt weint? Bei uns war heute leider so ein trauriger Tag. Nach 8 gemeinsamen Jahren mussten wir uns von einer unserer geliebten Katzen trennen. Und wir haben beschlossen, dass Krümelchen dabei sein soll.

Princess war ein ganz besonderer kleiner Sonnenschein. Mit ihrem Strahlegemüt hat sie jeden verzaubert und uns täglich aufs Neue daran erinnert, dass all unsere Probleme im Grunde gar nicht so schlimm sind. Zumindest nicht so schlimm, als dass wir uns nicht trotzdem an unserer gemeinsamen kleinen Familie erfreuen dürfen. Auch Krümelchen hatte in seinen ersten Lebensmonaten die Gelegenheit, unseren kleinen Sonnenschein kennenzulernen. Er durfte sie streicheln, hat mir ihr gequatscht und hat sich an ihren für ihn ungewöhnlichen Bewegungen erfreut.
Unsere Princess hingegen hatte die Gelegenheit, einen neuen Menschen kennen und lieben lernen zu dürfen. Sie war gerne in Krümelchens Nähe, hat immer wieder versucht, mit ihm zu spielen oder zu knuddeln, was leider nicht so gut geklappt hat.
Als sich die letzten Wochen das Ende abgezeichnet hat, haben mein Liebster und ich lange und viel darüber gesprochen, wie wir den Abschied handhaben wollen. Fährt einer heimlich zum TA und kommt ohne sie zurück? Sollen wir unsere Tierärztin bitten, zu uns zu kommen, wenn Krümelchen schläft? Nein – wir wollten nicht, dass Princess einfach so klamheimlich aus Krümelchens Leben verschwindet. Sie war ein Teil seines Zuhauses und ein Teil seiner Familie. Sie war seine Freundin. Und als solche hat sie es verdient, einen würdevollen Abschied zu bekommen. Wir wollten ihr Dahinscheiden nicht verheimlichen oder vertuschen. Wir haben uns dazu entschlossen, dass Krümelchen wach und dabei sein soll.
Der Abschied ging recht schnell. Ich streichelte unsere kleine Zaubermaus, während sie ihr heißgeliebtes Leckerchen naschte. Den Piekser der Narkose hat sie gar nicht gespürt, da sie im Hinterleib schon seit Jahren kein Gefühl hat. Und so ist sie einfach eingeschlafen, während ich sie streichelte und sie ihr Leckerchen aß…
Und Krümelchen schaute zu. Er sah, wie seine Mama weinte, er spürte den aufgeregten Herzschlag seines Papas, der ihn im Arm hielt. Er konnte die bedrückte Stimmung im Raum fühlen. Und dann wurde es ganz ruhig. Alle waren still, auch der kleine Hase. Wir verabschiedeten uns andächtig von unserem tierischen Familienmitglied, Tränen flossen, Schluchzen erklang durchs Zimmer. Krümelchen blieb ganz ruhig. Ich hoffe, dass er spüren konnte, dass wir uns hier von einem Familienmitglied verabschieden, dass wir gerade den letzten Weg gemeinsam mit unserer Freundin gegangen sind. Und ich hoffe auch, dass Princess spüren konnte, dass wir sie lieben und wir ihr so unendlich dankbar für die gemeinsame Zeit mit ihr sind… 

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