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Väterkarenz

September 18, 2015

Krümelchens Papa war von Anbeginn nicht nur als Erzeuger mit dabei, sondern immer schon als Papa. Das mögen erstmal leere Worte sein, daher will ich das kurz näher erläutern: Durch seinen Job bedingt ist er natürlich viel außer Haus und somit verhältnismäßig nur wenig bei uns. Wenn er aufsteht, schläft Krümelchen noch und wenn er nach Hause kommt, geht der kleine Mann bald schlafen. Daher gilt die Zeit, in der die beiden zusammensein können als absolute Papazeit. Sobald er die Wohnung betritt, nimmt er den Kleinen an sich, er spielt mit ihm, er füttert ihn, er wickelt ihn, er trägt ihn, wenn wir einkaufen oder spazieren gehen, meist badet er mit ihm in der großen Wanne und nahezu jeden abend liest er ihm beim Einschlafen vor, teilweise gibt er ihm sogar das Fläschchen zum Einschlafen. Das ist auch der Grund, warum ich eigentlich jeden abend Freizeit hab, auch wenn ich diese in der Regel mit den beiden verbring 😉
Und auch wenn er bei jedem Termin, jedem Kinderarzt, an jedem Wochenende und jeden abend so viel Zeit wie möglich mit seinem Sohn verbringt, und damit wahrscheinlich seinen Sohn besser kennt, als 80% der gängigen Väter, ist er doch immer noch den ganzen Tag außer Haus. Viele Entwicklungsschritte bekommt er nicht live mit, auch wenn ich sie ihm sofort übers Handy dokumentiert schicke. Viele Änderungen oder Neuerungen erfährt er erst später und ganz viele „erste Male“ kann er einfach nicht miterleben.
Daher haben wir gemeinsam besprochen, dass er einen Teil der Karenz zu Hause bleiben will. Organisatorisch ist es kein großer Aufwand, immerhin nimmt Krümelchen die abgepumpte Milch in der Flasche und ansonsten kann das Leben ohne mich für den kleinen Hasen ziemlich normal ablaufen. Das ist natürlich der Vorteil daran, dass wir von Anfang an forciert haben, dass Krümelchen mit 2 Hauptbezugspersonen aufwächst.
Nun war es endlich so weit und der Papa hat seine Karenz offiziell gemeldet. Die nächsten Wochen werde ich noch daheim bleiben, aber schon bald (schnief, viel zu bald für mich) werde ich also wieder arbeiten gehen und der Papa bleibt mit dem kleinen Hasen daheim 😉 Ob ich mir Sorgen mach? Nein eigentlich nicht, immerhin gibt es nichts, was der Papa nicht kann und da er von Anfang an einer von zwei Hauptpersonen in Krümelchens Leben war, unterscheidet ihn nichts von mir… abgesehen davon, dass bei ihm die Muttermilch aus der Flasche und nicht direkt von der Milchbar kommt 😉

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