Alltag

Unsere Reise mit den Schmetterlingsraupen

Mai 4, 2018

Ich bin: Stadtmensch und Naturliebhaber

Schon in meiner Arbeit hab ich zwar gern so allgemeine Pläne gemacht, die aber nur allzu gern über den Haufen geworfen, sobald sich bei den Kindern ein anderes Interesse gezeigt hat. Und so handhabe ich es irgendwie auch bei Krümelchen. Die Themen, die ihn interessieren findet er sich selbst, ich versorge ihn dann mit Infos, Erlebnissen, Ausflügen oder Material dazu. Und aktuell sind es halt eben Schmetterlinge.

Angefangen hat es eigentlich damit, dass er ziemliche Angst vor Insekten, besonders Schmetterlingen hatte, sobald sich diese im Frühling gezeigt haben. Um dem ganzen ein wenig den Schrecken zu nehmen, haben wir mal am Spielplatz Schmetterlinge beobachtet und nachdem sein Interesse dank der kleinen Raupe Nimmersatt massiv zugenommen hat, haben wir beschlossen, das Schmetterlingshaus im Wiener Burggarten zu besuchen. Angreifen wollte er damals keinen von den Flatterlingen und auch wenn er sie ganz vertieft und konzentriert beobachtete, waren sie ihm unheimlich sobald sie sich bewegten. Als sich dann einer der Falter auf seinem Schoß niederließ, war er zeitgleich verschreckt und fasziniert.

Ein einschneidendes Erlebnis

Die magnetische Schmetterlinge auf unseren Vorhängen zu Hause hat er über alles geliebt und schon bald verfolgte er jeden Schmetterling, den wir im Freien sahen und er äußerte immer häufiger den Wunsch, einen Schmetterling anzugreifen. Leider waren die wunderschönen Insekten auf der Wiese so schnell, dass er sie auch kaum beobachten konnte. Also sind wir wieder ins Schmetterlingshaus gegangen und mit viel Geduld und Warten haben sich dann im Laufe der Zeit sogar mehrere Schmetterlinge auf ihn (und meinen Kopf…) gesetzt.

Ab jetzt war er wohl nicht mehr zu halten. Er erzählte wildfremden Menschen all sein Wissen, erklärte seinem kleinen Bruder, wie man einen Schmetterling halten kann, ohne ihn zu verletzen, und malte Eier, Kokons und Schmetterlinge auf nahezu jedes Blatt Papier. Spätestens seit er mit seinem neuen Schmetterlingsbuch ins Bett schlafen ging, wusste ich, was zu tun war 😉

Pädagoginen brauchen andere Mengen als Mütter

Nachdem ich in diesem Zeitraum versucht hatte, Schmetterlingsraupen zu bekommen, stieß ich schnell auf ein ungewohntes Problem: Die Mengen, die ich normalerweise brauchte, waren für den Heimgebrauch einfach utopisch. Zwar wusste ich, wo ich Klassensets für die Schmetterlingszucht bekommen kann, aber wo bitte bekommt man eine kleine Einheit für daheim?

Bei meinem Glück hätte ich ziemlich sicher die Raupen eines Stinkkäfers eingesammelt

 

Eine Alternative war dann natürlich das Selbersammeln. Von Freundinnen bekam ich den Tipp, bei Brennesselblättern nachzusehen. Aber sein wir mal ehrlich: Ich bin ein Stadtmensch und so faszinierend ich die Natur auch finde, ich habe kaum Ahnung davon 😉 Bei meinem Glück hätte ich ziemlich sicher die Raupen eines Stinkkäfers oder Ähnlichem eingesammelt 😉 Durch eine Instagrammerin wurde ich auf eine kleinere Einheit von 5 bzw. 10 Raupen des Distelfalters aufmerksam und hab sie sogleich bestellt. Die Lieferung ging prompt, auch wenn ich das Versanddatum mit dem Lieferdatum verwechselte…

Seit kurzem sind also Schmetterlingsraupen bei uns daheim und es ist recht schwierig, Krümelchen von ihnen wieder weg zu reißen. Da Miniknübsi aber in keinster Weise die Vorsicht walten lässt, die sein Bruder zeigt, haben wir die Raupen etwas hochgestellt 😉

In den nächsten Wochen werden wir die kleinen Krabbeltierchen also beobachten, werden ihnen beim Futtern, Verspinnen und hoffentlich erfolgreichen Schlüpfen zusehen können, bevor wir sie dann in die Freiheit entlassen.

Übrigens haben wir ihnen ein Schmetterlingshaus besorgt, falls sie wieder zurückkommen wollen. Krümelchen meint nämlich, die wollen nie wieder von uns weg 😉

Ich nehm euch auf jeden Fall in den nächsten Wochen und Lebensstationen mit 😉

 

 

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