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Unabsichtliches Schmetterlings-projekt: Der Kohlweißling

Juli 14, 2018

Ich bin: eine Chaotin, die mit einem Chaoten zusammen ist

Um unseren Kindern, besonders Krümelchen die zeitliche Einteilung bis zum Karenzwechsel zu erleichtern, haben wir vor einigen Wochen Schmetterlingsraupen bei uns einziehen lassen. Pünktlich zu meinem Karenzende, also zum Beginn der Papakarenz sind diese dann zu wunderschönen Schmetterlingen geworden und haben so den Wechsel eingeläutet. Das war geplant, organisiert und getimed… Soviel zur Geschichte…

Raupen im Garten

Auf unserem kleinen Balkönchen betreiben wir ja urban gardening und haben dort diverses Gemüse, Obst und sonstige Pflanzen angebaut. Und nach und nach ist natürlich auch einiges an Krabbelviechern dort eingezogen. Ist ja auch ein schickes Pflanzenplätzchen 😉 Also wars nicht verwunderlich, dass ich bei der Gartenarbeit mal 3 grüne Raupen gefunden hab. Wie eigentlich immer, hab ich sie mit der Becherlupe eingefangen und nahm sie kurz mit in die Wohnung. Sowohl Krümelchen als auch Miniknübsi sind ganz begeisterte Naturforscher und wollen immer alles ganz genau beobachten, was wir so finden. Gut, also hatten wir diese Raupen in der Wohnung und dann, dann schüttete es wie aus Eimern. Also ein paar Blätter in den Becher gegeben und beschlossen, dass wir sie erst nach Noahs Sintfut wieder hinausbringen wollen.

Schatz, bring bitte die Raupen hinaus!

 

Und dann, ihr kennt das: morgens der Stress beim Aufstehen. Schnell fertig machen, den Kaffee noch während des Schuhe anziehens hinunterkippen und schnell zum Zug laufen. Beim Rausgehen ists mir wieder eingefallen, also schnell zum Papa reingerufen: „Schatz, bring bitte die Raupen raus!“ Soviel zu mir als Arbeitende. Der Papa in Papakarenz war aber nicht weniger beschäftigt: Rucksäcke packen, Jungs anziehen, Streit schlichten, welches Flugzeug nun mit auf Ausflug mitdarf, schnell hinaus, um den Bus nicht zu verpassen und… tja, ihr merkt schon… und die Raupen waren immer noch daheim…

Täglich grüßt das Murmeltier

Ich gestehe es, irgendwie haben wir komplett auf die Raupen vergessen. Täglich haben wir kurz an sie gedacht, aber nie lang genug oder im passenden Moment. Nach ein paar Tagen fielen sie mir wieder ein! Ach du meine Güte!  Vorsichtig hab ich einen Blick in den Becher geworfen und gedanklich schon mal eine Raupenbeerdigung geplant… Sollten wir Krümelchen das beichten und erklären? Oder lieber still und heimlich die Wasserbestattung auf der Toilette in Anspruch nehmen? Oha! Die Raupen lebten! Aber es waren keine Raupen mehr! Die armen Dinger dachten sich wohl, rauskrabbeln ist nicht mehr, also wäre fliegen eine Option und haben sich verpuppt!

Gut, in der Becherlupe konnte ich sie nicht lassen. Also hab ich sie vorsichtig ins das Schmetterlingshabitat umgesetzt, das wir noch von der geplanten Schmetterlingszucht daheim hatten. Dort verblieben sie dann nur wenige Tage, zugegeben, ich hab keine Ahnung, wie lang die armen DInger da schon in der Becherlupe als Kokons herumhingen… Es dauerte also nicht lang und ich konnte die Flügelzeichnung schon durchschimmern sehen. Eulenfalter, wie zunächst angenommen, schienen es nicth zu werden, dafür waren die Flügel eindeutig zu hell. Aber ein wenig mussten wir uns noch gedulden.

Der Kohlweißling

Am Freitag zeigte sich dann, dass wir kleine süße Kohlweißlinge daheim hatten. Zuerst war ich mir nicht sicher, aber ein Blick in Krümelchens Schmetterlingsbuch bestätigte es dann. Und auch die vielen Tips, die ich auf meine Instastorys bekamen, waren richtig 😉 Alle tippten auf den hübschen weißen Falter mit dem schwarzen Fleck. Da die armen Tierchen ohnedies schon so viel erleiden mussten, haben wir sie dann gleich ausgewildert, zugegeben, etwas weiter weg von unserem kleinen Balkongärtchen, denn wir haben die Raupen des Kohlweißlings nicht ohne Grund bei unseren Kohlsprossen gefunden 😉

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Ich wünsch den süßen Faltern alles Gute und freu mich, dass dieses total unverantworliche Schmetterlingsprojekt von uns zwei Chaoten trotzdem so ein klimpfliches Ende gefunden hat. Übrigens hat Krümelchen inzwischen schon die nächste Raupe eingefangen. Die hat sich dann aber am selben abend in eines der Blätter zurückverzogen und alles versponnen. Wir können also nicht hineinsehen 😉 Ich bin schon gespannt, was die dann wird 😉 Ich werds euch erzählen 😉

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