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Throw back: Tag der Geburt und was daraus geworden ist

April 18, 2016

19.04.2015, was für ein Tag. Ich lag bereits viele Stunden in den Wehen, am Vortag wurde bereits eingeleitet. Und obwohl ich schon so müde und erschöpft war kann ich mich noch an so vieles erinnern. Ich weiß noch, wie der Zugang gepieckst hat, kann mich noch erinnern, dass ich irgendwann zwischen den Wegen noch Kaffee für meinen Liebsten organisieren konnte. Ich erinnere mich an das eklige Gefühl der tauben Beine, dank der PDA. Und ich hab sie noch direkt vor Augen, die besorgten Blicke der Ärzte und Hebammen, die mich immer wieder fragten, ob ich eventuell vielleicht doch für einen Kaiserschnitt bereit wäre.
Ich hatte so Angst davor, aufgeschnitten zu werden. Aber als die sectio dann einfach beschlossen wurde, zum Schutz von Mutter und Kind, wollte ich einfach nur, dass alles vorbei ist. Dann das Gerüttle an mir, auf einmal dieser epische kurze Moment, in dem die Zeit still zu stehen schien und dann dieses Geräusch. So befremdlich, so neu und doch so vertraut und so zu mir gehörend: Der erste Schrei. Der erste Blick auf mein Baby, oh Gott, diese Augen! Ich liebe diese Augen immer noch so sehr! Ich liebe den Geruch, das Gefühl, wenn er mich umarmt, seine Berührungen, wenn er meinen Nacken massiert (hab ich das eigentlich schon mal erwähnt? Find ich super ^^), ich liebe sogar seine Liebesbisse, wenn er Bussis geben will und sich dann doch für einen sanften Knabberer entscheidet. Ich liebe es, wenn er lachend mit dem Besen vorm Papa davonläuft, genauso wie ich es liebe, wenn er sich müde an mich kuschelt. Ich liebe es, wenn er erschöpft in meinen Armen einschläft nachdem er davor vor Schmerzen wegen dem Zahnen aufgewacht ist. Ich liebe es, wenn er knatschig ist und ich liebe es, wenn er durch die Straßen wandert und wildfremden Menschen winkt. Ich liebe es, wenn er das Katzenfutterschüsserl stolz stibitzt und im Bällchenbad versteckt und ich liebe es, wenn er sich nicht entscheiden kann, ob er lachend vor mir weglaufen soll oder mich quietschend angreifen, wenn ich mit ihm raufe. Ich liebe es, wenn er wach zur Stillpause in die Arbeit kommt und ich ihn direkt stillen kann. Aber ich liebe es auch, wenn er schlafend kommt und ich ihm seine Portion für später abpumpe. Ich liebe es, wie er isst, wie er nach seinem Geburtstagskuchen bunte Haare und eine blaue Zunge hat und wie er absichtlich die Katzen, die unter seinem Essplatz geduldig warten füttert…
Kein Blog der Welt hat genug Platz um aufzuzählen, was ich alles an ihm liebe. Aber vor allem liebe ich das Gesamtpaket. Ich liebe es, was aus uns geworden ist im letzten Jahr. Ich liebe die Erinnerungen, die vielen Fotos und Videoaufnahmen. Ich liebe die Erinnerungsstücke und ich liebe es, meine Gedanken von früher wieder durchzulesen.
Die Sorgen, die Ängste, aber auch die vielen Erfahrungen. Heute vor einem Jahr war ich so unerfahren, nicht negativ gemeint, ich hatte eben nur noch keine Erfahrungen als Mutter. Ich lag da in meinem Zimmer mit diesem unglaublich wunderschönen und bezaubernden Menschlein. Die Gefühle schwappten über, immer wieder kullerten Tränen herunter. Und ich kann mich auch noch an den Satz des Tages erinnern, als ich diesen kleinen Schatz in meinen Armen hielt und strahlend zu meinem Liebsten sagte: „Hase, ich liebe dich immer noch so sehr, wie eh und je. Aber ihn liebe ich mehr!“ Und das war genau dieses Gefühl, meine Liebe zu meinem Liebsten schwand nicht, aber ich hätte mir niemals vorstellen können, dass ich mal einen Menschen mehr lieben könnte, als meinen Mann. Doch so war es und ist es auch immer noch.
Seit einem Jahr darf ich 2 Männer lieben, seit einem Jahr sind wir Eltern und seit einem Jahr würde ich weder Windel wechseln, noch schlaflose Nächte und auch kein stundenlanges Herumtragen zum Beruhigen jemals wieder eintauschen wollen. Denn seit einem Jahr haben wir einen Sohn, den wir über alles lieben. Happy birthday, mein kleiner Hase!

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