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Stillmamis sind nicht gegen Flaschenmamis!

November 30, 2015

Ich stille! Ich stille jetzt schon 7 Monate lang. Ich stille, weil ich finde, dass es einfach ist. Ist stille, weil ich weiß, dass es das beste für ein Kind im ersten Lebensjahr ist. Aber: Ich stille, weil ich es kann! Und ich kann nur stillen, weil ich das Glück hatte, die richtigen Leute als Unterstützung zu haben. Damit meine ich sowohl mein Umfeld, als auch die Profis, die mich dabei unterstützten. Ja, ich rede immer wieder übers Stillen, auch bei Mamis, die Zwiemilch geben, erst schwanger sind oder ein weiteres Kind überlegen. Ich rede nicht darüber, weil ich damit prahlen will, dass wir schon über die „normale“ Zeit hinaus sind, sondern weil ich so vom Stillen profitiere, dass ich diese Zeit anderen auch erleichtern möchte.

Immer wieder lese ich über die Stillmaffia, die Mütter, Stillberater und Hebammen, die unbedingt auf das Stillen pochen. Leider fühle ich mich davon machmal auch angesprochen, auch wenn das natürlich nicht in meinem Sinn ist. Ich will niemanden zum Stillen überreden oder gar nötigen. Aber ich habe selber erlebt, welche Missstände beim Denken ans Stillen und dem tatsächlchen Akt immer noch vorhanden sind. Auch ich dachte, ich kann sicherlich ganz einfach stillen. Doch dem war nicht so. Aber: Ich hatte die richtige Unterstützung von den richtigen Leuten und hab dank deren Hilfe eine wundervolle Stillbeziehung zu meinem Sohn aufbauen können, von der unsere ganze Familie profitiert.
Verpöhne ich Flaschenmamis? Nein, ganz klar nicht. Ich selber hatte ja auch die ersten Wochen Prenahrung daheim, sollte es nicht klappen. Auch ich habe mich mit Formulanahrung beschäftigt und hätte sie selbstverständlich gegeben, wenn das Stillen nicht so funktioniert hätte. Aber ich glaube ich komme zu selten dazu, das auch klar und explizit zu erwähnen. Ich bin nicht gegen Flaschenmamis!
Und jetzt kommt das kleine Aber, das anscheinend nicht nur in meinem Kopf herumspukt: Ich glaube einfach nicht, dass alle Mamis, die von sich selber sagen, nicht stillen zu können, tatsächlich nicht in der Lage dazu sind. Auf stillkinder.de hab ich einen offenen Brief an Flaschenmamis gefunden, der mich sehr an meine eigene Gedanken erinnert. Ich bin nämlich der Überzeugung, dass wesentlich mehr Mamis das Stillen genießen und von den Vorteilen profitieren könnten, wenn sie die richtige Unterstützung bekommen hätten. Wenn Stillberater, Hebamme, Kinderarzt, Gynäkologe, aber auch ganz wichtig: das eigene Umfeld die Stillbeziehung gefördert und unterstützt hätten. Daher möchte ich es hier mal ganz klar sagen: Ich finde Formulanahrung sinnvoll und praktisch, sofern Stillen nicht möglich ist. Und ich hege keine bösen Gedanken an Flaschenmamis, geschweige denn, finde ich mich selbst als etwas Besseres! 😉

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