Alltag

Shuhe shoppen: Nur noch getrennt!

März 15, 2018
Schuhe shoppen getrennt

Ich bin: praktisch veranlagt

In Ruhe ankommen, Beatung genießen, Schuhe anprobieren, entscheiden und dann kaufen. So sieht für mich so der ideale Schuheinkauf aus, idealerweise auch mit Kindern. Aber denkste, selbstverständlich sieht das mit Kindern absolut nicht so aus! Wir haben verschiedene Möglichkeiten ausprobiert, unterschiedliche Faktoren mitbedacht und sind dann schlussendlich bei einer Variante angelangt: Wir kaufen ab nun die Schuhe der Jungs nur noch getrennt 😉

Alles wurde anders mit Miniknübsis Geburt

Klar, zunächst war Schuhe kaufen natürlich nur auf Krümelchen fokussiert. Und auch die ersten Monate war es zwar vielleicht ein wenig umständlicher mit Baby im Tragetuch, aber immer noch konnte sich unser Großer auf die volle Aufmerksamkeit von uns verlassen. Erst als Miniknübsi dann zu Laufen anfing und selber Schuhe brauchte wurde es kompliziert. Groß will sich selber Schuhe aussuchen, Klein findet den Spiegel toll und schleckt mal dran. Während man also die Zunge von der Raumdeko entfernt, fällt plötzlich ein Stapel Schuhkartons um. Also schnell wieder rüber geflitzt, um alles auszustellen, während man schon an den Schreien in der anderen Ecke des Geschäfts mitbekommt, dass Klein sich die Schuhe von jemand anderen gekrallt hat. Ach ja und gleichzeitig beschließt Groß, dass er jetzt nach Hause will und öffnet die Ladentür – er selbst bleibt zwar stehen und wartet auf mich, aber die anderen kleinen Kinder im Raum finden die Baustelle draußen so spannend, dass sie mal mir nichts, dir nichts einfach rausspazieren – sehr zum Ärger ihrer Mütter, die mich alle mit einem vernichtenden Blick angifteln…

Schuhlos und frustriert
Ganz ohne Schuhe mussten wir wieder nach Hause

Ich gebe nicht auf!

Okay, der erste Versuch scheiterte kläglich. Aber gut, ich war alleine und die beiden in ihrer besten Stimmung. Also dachte ich mir, ich probiers mal mit einer etwas ruhigeren Zeit, wenn sie kurz vorm Mittagsschlaf sind. Die Theorie war sicherlich gut, die Praxis hat aber auch nicht geklappt. Anders als meine beiden, etwas ruhigeren und immer müder werdenden kleinen Hasen, waren nämlich noch ein paar andere Kleinkinder da. Auch bei denen sah man schon den Sandmann an die Tür klopfen, aber deren Laune war nicht ganz so entspannt ruhig. Das ist ehrlich gesagt noch milde ausgedrückt, es war mehr ein komplett überfordertes und müdes Verzweiflungsschreien, dem sich die Kleinkinder abwechselnd hingaben. Miniknübsi, in seiner wunderbar sozialen Art, begann die Kinder erstaunt und neugierig schon fast gruselig zu beobachten und scheute auch absolut nicht vor Nähe zurück… spätestens da heulte wirklich jedes Kind… Krümelchen – nicht weniger sozial – zeigte seine Anteilnahme, indem er begann sich an mich zu klammern und leise, aber doch, mit zu wimmern. Ich war keine 5 Minuten drin, bevor ich beschloss, das wird absolut nix…

Wenn ich den einen Faktor nicht kontrollieren kann, dann vielleicht einen anderen

Gut, wie meine Kids drauf sind, oder gar die anderen kann ich nicht bestimmen, das leuchtete mir ein. Auch der Zeitpunkt war mir einfach zu wage, um mir irgendeine Sicherheit zu bieten. Also beschloss ich, immer noch kinderschuhlos, dass der nächste Versuch nur noch mit Hilfe zu schaffen sei. Der Papa musste also mit. Aber wer sich jetzt denkt, dass wir dem entspannten Schuhkauf näher kamen, irrt. Ich weiß nicht, woran es lag, aber es war dann doch nur noch ein aufgeregtes Herumgewusel ohne dass auch nur ein einziger Schuh an den Füßen unserer Jungs ankam. Klar, wir haben fleißig mit Ball und Luftballon gespielt, die dort rumlagen, zweifelsfrei, um die Kinder zum Gehen in den neuen Schuhen zu animieren. Auch hatten wir wirklich viel Spaß beim Fangen und Verstecken spielen im Geschäft, aber Schuhe verließen den Raum leider nicht mit uns. Es hat den beiden zu lang gedauert, sie haben sich gegenseitig aufgewuselt und waren mehr daran interessiert, mit einander und uns zu spielen…

Der Zufall brauchte die Lösung

Mehr zufällig als geplant, kam es dann dazu, dass ich mit Miniknübsi Zeit in der Nähe des Schuhgeschäftes vertrödeln musste. Krümelchen und der Papa waren über 1 Stunde lang beschäftigt und ich beschloss spontan die Zeit zu nutzen. Nur der Kleine und ich, mit viel Zeit und Geduld gingen also in den Laden. Nach guter Beratung, adäquaten Ausprobieren und schlussendlich Entscheiden waren wir also endlich um ein wundervolles Paar Schuhe reicher. Und da ich danach in der gleichen Situation mit Krümelchen steckte, wiederholte sich das entspannte Schauspiel. Und dieses Mal verließen wir den Laden sogar mit 2 Paar Schuhen!

Alleine und mit Mamas voller Konzentration lässt es sich leichter Schuhe shoppen.

Ab nun nur noch getrennt

So sehr ich meine beiden Jungs zusammen liebe und es genieße, ihnen beim gemeinsamen Tun zuzusehen, haben wir bereits beschlossen, dass wir ab nun Schuhe nur noch getrennt kaufen werden. Entweder der Papa oder ich. Aber immer nur einer unserer Jungs 😉 Ihr wisst schon, um des Friedes und der persönlichen Harmonie wegen 😉

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