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Sekundäres Ertrinken

August 24, 2015

Krümelchen schwimmt ja unheimlich gerne und auch schon ziemlich gut. So paddelt er fleißig drauf los bis er bei mir oder dem Papa anstößt, dann dreht er sich von alleine in eine andere Richtung und schwimmt weiter. Und da wir ja doch in der Regel 2mal die Woche schwimmen gehen, wird nicht nur der kleine Mann immer selbstsicherer, sondern auch wir Eltern verlieren immer mehr die Angst und trauen ihm mehr zu. Das heißt natürlich nicht, dass wir schleißig werden oder ihn alleine schwimmen lassen, aber wir haben z.B. schon vor einiger Zeit das Babybecken verlassen und sind nun meist in den großen Becken unterwegs, besonders abends, wenn die Becken schon nahezu leer sind.

Doch neulich ist beim energischen Strampeln das passiert, wovor jede Mami Angst hat: Krümelchen hat ordentlich Wasser ins Gesicht bekommen und anscheinens auch einiges verschuckt. Sein Kopf wurde knallrot, er versuchte zu atmen und hustete krampfhaft immer mehr Luft aus den Lungen. Bis zu seinem ersten intensiven Atemzug hat es sich für mich wie Minuten angefühlt, war bestimmt nicht so lange, das ist mir schon klar. Aber ich brauche wohl niemandem beschreiben, wie es sich anfühlt, wenn ein geliebter Mensch so aussieht… Dem kleinen Hasen ging es danach eigentlich schnell wieder gut. Wir überlegten noch aus dem Wasser zu gehen, aber er schwamm schon wieder fröhlich vor sich hin.
Doch eine Angst breitete sich in meinem Kopf immer weiter aus und lähmte mein logisches Denken total: Das Sekundäre Ertrinken. Dabei ertrinkt der Betroffene (meist Kinder unter 1 Jahr) nicht direkt, sondern durch das Wasser in der Lunge kommt es zu einer massiven Entzündung, die dann innerhalb von 24, manche reden noch von 48 Stunden zum Tod führen kann.
Da es einfach schon spät war und er sich viel bewegt hatte, war der kleine Hase nach dem Schwimmen natürlich müde. Eigentlich logisch und auch so, wie immer, aber ich konnte kaum klare Gedanken fassen und für mich war das nur eines der möglichen Anzeichen beim Sekundären Ertrinken. Vergesslichkeit konte ich bei einem 4monatigem Säugling natürlich keine feststellen und Gehustet hat er zwar schon noch, aber anscheinend im normalen Rahmen.
Mein Mutterherz aber blutete und auch der Papa war sich sehr unsicher. Zunächst überlegten wir noch, ins Spital zu fahren, beschlossen dann aber den kleinen Hasen nicht unnötig zu beunruhigen und legten uns mit ihm ins Bett… wo wir die ganze Nacht durchmachten 😉 Einer von uns hatte immer die Hand auf seinem Körper, um die Atmung zu kontrollieren und als der Papa dann in die Arbeit ging, blieb ich noch den ganzen Tag munter (Danke an Kaffee, Turnübungen und saure Säfte).
Erst nach 24 Stunden quietschfidelem Krümelchen erlaubten wir uns aufzuatmen und legten uns mit dem kleinen Mann gemeinsam schlafen…

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