Schwangerschaft | Vorsorge

Rechtzeitig Hebamme kontaktieren!

Juni 10, 2016

Hebamme – ich gestehe, vor meiner Schwangerschaft hatte diese Berufsgruppe etwas Alternatives für mich. Kinder wurden in meinem Verständnis entweder alleine daheim/ im Geburtshaus oder mit Ärzten im Spital auf die Welt gebracht. Dass sich manche Mütter eine Hebamme extra leisten wollten/ konnten, war mir zwar klar, aber so ganz erschloss sich mir der Sinn nicht. Doch dann wurde ich schwanger und erkannte, wie wichtig eine Hebamme ist 😉
Obwohl ich meinen Gyn seit über 20 Jahren kenne und ihm wirklich sehr vertraue, kann ich irgendwie einfach nicht alles mit ihm besprechen bzw. fragen. Wo bekomm ich diese Megabinden für den Wochenfluss her? Was mach ich bei eingerissenen Brustwarzen? Verstopfung in der Schwangerschaft? Das sind einfach Dinge, die für mich einen privateren Raum brauchen, als in einem Gespräch in seiner Praxis. Zwar kann ich das eine oder andere mit engvertrauten Freunden oder Verwandten, die schon Schwangerschaftserfahrungen hinter sich haben besprechen, aber mehr bzw. professionellere Hilfe erhoffe ich mir einfach von einer Hebamme 😉

In der letzten SS war meine Intension noch eine ganz andere: Lediglich wegen der verpflichtenden Hebamme bei einer ambulanten Geburt hab ich mir jemanden gesucht und das hat sich leider als totaler Flop herausgestellt. Erst bei meiner zweiten Hebamme sprang der Funken über und unser Gefühl hat uns dann auch nicht getäuscht: Sie harmonierte perfekt zu uns!

Doch auch hierbei hatten wir großes Glück, denn anscheinend war ich nicht die Einzige, die nichts von der Wichtigkeit einer Hebamme wusste: Hebamme an sich ist ein aussterbender Beruf. Zu geringe Bezahlung für einen enormen Aufwand. Von der Geringschätzung dieser Kunst will ich erst gar nicht anfangen. Während in Österreich GsD endlich das Angebot unterstützt wird, allein schon durch den Erstkontakt in der 18.-22.SSW, der von den Krankenkassen im Rahmen des Mutter-Kind-Passes übernommen wird, kämpfen in Deutschland die Hebammen ums nackte Überleben. Und auch wir haben in der ersten SS feststellen müssen, dass es gar nicht so einfach ist, noch eine verfügbare Hebamme zu finden.

Daher haben wir uns eigentlich gleich nach Bekanntwerden der Gebärmutterschwangerschaft mit unserer Hebamme des letzten Mals kurzgeschlossen und, wie übrigens auch bei der Krankenhausanmeldung in unserem Wunschkrankenhaus, schnell mal eine Kurzanmeldung getätigt. Manch einer könnte das als übertrieben sehen, aber tatsächlich ist dem nicht so. Nur kurz nach unserer Anmeldung im Krankenhaus wurden wir informiert, dass es keine weiteren Anmeldungen für unser Monat mehr geben kann und sofern wir aus irgendeinem Grund doch nicht dort entbinden wollen, wir bitte den Platz freimachen sollen für jemanden auf der Warteliste.

Ähnlich sieht das im Leben einer Hebamme aus: Um genug für den Lebensunterhalt zu verdienen, müssen entsprechend viele Frauen betreut werden, die sollten sich aber natürlich nicht überschneiden. Daher werden natürlich sämtliche Termine/ Löcher gefüllt, was bei der mangelnden Hebammenzahl schnell dazu führen kann, dass die Wunschhebamme eben schon für den errechneten Termin ausgebucht ist.

Und deswegen haben wir uns eben gleich in der 9./10.SSW bei ihr gemeldet, um sie für Miniknübsis Ankunft mal um ihre Unterstützung zu bitten 😉 Nächste Woche haben wir dann auch schon den Termin zum Hebammengespräch, ich freu mich schon sehr drauf 😉

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