Aktivität | Alltag

Räder für die Jungs: Laufrad und Fahrrad

Juli 12, 2018

Ich bin: Fahrradmama

Meine Heimatstadt kann man auch ruhig als fahrradaffine Stadt bezeichnen. Das Fahren lernen gehört genauso zum guten Usus, wie das Eislaufen, Skaten, Snowboarden/ Schifahren und Schwimmen. Irgendwie lernen das bei uns einfach alle Kinder bereits in den ersten Lebensjahren. Ich muss dazu sagen, dass wir auch eine wirklich schöne fahrradtaugliche Stadt sind. Überall Radwege, gute Strecken in der Stadt selber und am Stadtrand ist sounso alles auf Rädern unterwegs. Es stand also in meiner Kindheit gar nicht zur Frage, ob ich Fahrrad fahren möchte. Es hat mich aber ziemlich lang gar nicht interressiert. Erst mit 4,5 Jahren beschloss ich an einem Nachmittag, ich will es jetzt lernen und wisst ihr was? An diesen Nachmittag hab ich es dann auch gekonnt 😉

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Bei Krümelchen war es irgendwie ähnlich. All seine Freunde, sämtliche Gleichaltrige in seinem Umfeld fuhren Laufräder und er interessierte sich nie dafür. Auch bei Anlässen wurde er immer wieder gefragt

Magst du denn kein Laufrad haben?

aber er war da ganz klar: Es interessierte ihn einfach nicht. Viel lieber kletterte er heum oder ließ sich von uns in den Tüchern und Tragen herumtragen 😉 (Voll das Klischee ^^)

Mama, ich will Fahrrad fahren!

Oha, das kam dann aber doch spontan und plötzlich. Blöderweise kurz nach Ostern und seinem Geburtstag. Der nächste Anlass war eigentlich erst wieder Weihnachten. Außerdem haben wir gerade erst sämtliches Geld für die Renovierung des Wohnzimmers ausgegeben… Aufgrund des Karenzwechsels konnten wir einfach nichts beiseite legen (Lasst uns doch mal über die Bezahlung von Pädagogen reden ^^) Finanziell wars also eigentlich erst wieder im November/ Dezember möglich – ideales Wetter zum Fahrrad fahren lernen… NOT! Wir taten also das, was man halt so macht, wenn man den Kindern zuliebe über den Schatten springen muss: Wir baten die Großeltern, die uns erfreulicherweise das Geld leihen. Danke hier nochmal an Oma & Opa 😉

Mama, ich will ein Laufrad!

Also haben wir ein Fahrrad für Krümelchen besorgt. Dazu haben wir uns online und in 3 Fachgeschäften beraten lassen, denn von Fahrrädern für Anfänger hab ich absolut eine Ahnung. Damit Miniknübsi auch schon ein bisschen mitmachen kann, besorgten wir für ihn auch gleich ein Laufrad und dann wollten wir loslegen. Jeder Junge also auf sein Rad, die ersten Versuche und los gings. Miniknübsi fiel gleich mal seitwärts um wie eine Sack Reis. War ihm egal, also fand ichs auch nicht erwähnenswert. Wie ein kleines Stehaufmännchen, plumpste er so vor sich hin und stand total unbekümmert wieder auf. Also konnten wir uns um Krümelchen kümmern. Der war sofort Feuer und Flamme, stieg in die Pedale, als ob er nie was anderes gemacht hatte und schwubbs war er weg. Er war nämlich so schnell dabei, dass wir nicht rechtzeitig darauf reagieren konnten und ihn also auch nicht stützen konnten. Plups, aufgeschürftes Knie und dicke Tränen waren das Ergebnis. Gefolgt von der Weigerung, dieses Rad jemals wieder zu betreten. Oh und übrigens:

Mama, ich will ein Laufrad!

Super Anfang

Ja, liebe Eltern, das ist also eine Anleitung, wie man es auf keinen Fall machen sollte 😉 Krümelchen wollte partou nicht mehr aufs Rad und nicht nur das: jetzt wollte er auch ein Laufrad. Wie praktisch, dass sein kleiner Bruder da schon eines hatte. Der Kleine, der ihn ja ohnedies vergöttert und anhimmelt, überließ ihm sein Gefährt natürlich sofort, immerhin gabs ja auch ein Bussi und ein Danke vom großen Bruder. Und jetzt? Jetzt gefiel Krümelchen das Laufrad, er fands toll und wollte nur noch Laufrad fahren. Blöd nur, dass das nicht seines war und sein kleiner Bruder nun kein Rad mehr hatte. In langsamen Schritten motivierten wir Krümelchen alsomöglichst ohne Druck, sein Fahrrad doch mal auszuprobieren. Erfreulicherweise zeigt er wirkliches Talent und radelt ganz instinktiv richtig los. Lediglich der Start und das Stoppen geht noch ziemlich holprig. Deswegen laufen wir Eltern nun hinter ihm her. Stützen müssen wir schon seit dem 3. Versuch nicht mehr und jetzt, nach dem wahrscheinlich 10. Versuch versteht er glaub ich auch, dass er nicht einfach das Bein schwungvoll vom Rad schwenken lassen kann, wenn er absteigen will 😉

Inzwischen ist das Fahrrad fahren ein echter Spaß geworden. Er fährt nie lange und leider eben auch nicht sehr oft. Aber er hat verstanden, dass das Laufrad seinem Bruder gehört. Der hat sich übrigens komplett autodidaktisch das Laufrad fahren selbst beigebracht und zischt uns nur noch so weg. Einen außertürlichen Stopp (also abgesehen von Zebrastreifen und Spielplatz) legt er jetzt nur noch ein, wenn wir, wie fast jedes Mal einer Katze über den Weg laufen. Dann braucht es nämlich eine Streichelpause 😉

Ich würd mals sagen, wir sind nun eine echt typische Familie aus Wien 😉 Jetzt fehlen uns nur noch Eislaufen, Skaten, Snowboarden/ Schifahren und Schwimmen (ohne Schwimmflügerl) . Aber das erzähl ich euch dann natürlich auch 😉

Kleine Anmerkung: Ich konnte mit 3,5 Jahren Rollschuhfahren, mit 4 Jahren zunächst Skifahren und dann Autofahren 😉 und mit 4,5 Jahren hab ich Fahrrad fahren gelernt 😉 Schwimmen und Eislaufen weiß ich leider nicht mehr…

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

commentluv

%d Bloggern gefällt das: