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Numbercake

Mai 7, 2018

Ich bin: Hobbybäckerin

Und wieder eine Party absolviert, also kommt die nächste Geburtstagstorte zu Krümelchens 3. Geburtstag. Diese Idee hab ich auf Pinterest gefunden, nachdem ich nach ganz einfachen und schnell zubereiteten Nummernkuchen gesucht hatte 😉 Überzeugt hat mich dann eine Torte von Sallys Tortenwelt, auch wenn ich die Rezepte noch ein wenig abgeändert habe.

Der Kniff mit dem Pfiff

Ich hab ja letzte Woche zum ersten Mal in meinem Leben mit einer Spritztüte gearbeitet und dieses Vorhaben basierte praktisch auf Spritztütenkenntnissen 😉 Daher entschloss ich mich, die Baisers schon früher zu machen, um auch wirklich sicher zu gehen, dass es klappt. Immerhin fehlte mir nicht nur die praktische Übung mit den Tüten, sondern es sollte auch mein erstes Mal sein, dass ich mit Aquafaba arbeite. Also startete ich meinen ersten Versuch 2 Tage vorher. Kichererbsen ablassen, das Wasser auffangen, mit Zucker steif schlagen, einfärben und losspritzen. Klang einfach – war es aber gar nicht!

Das Ergebnis sah zwar ganz passabel aus, aber der große Schreck kam dann am Morgen danach: Die Baisers hatten ordentlich Feuchtigkeit gezogen und waren nun eine einzige klebrige Masse… Das gab mir einen ordentlichen Dämpfer, denn gerade die Baisers fand ich so hübsch auf der Torte. Ich überließ es also dem Schicksal, ob ich es nochmal machen würde, die Zutaten hatte ich ja ohnedies daheim.

Der große Tag

Das war wohl meine erste Geburtstagsparty, für die ich rein gar nichts am Tag zuvor vorbereitet hatte. Alle einzelnen Komponenten mussten so spät wie möglich angerichtet und zubereitet werden, was ein ziemliches Zeitmanagement erforderte. Zwar ist die Torte echt super easy, aber ich empfehle, absolut nichts anderes zeitgleich zu planen! Die Kinder waren mit Omi und Papa im technischen Museum und so klappte es trotzdem hervorragend 😉

Gleich in der Früh machte ich mich an den Mürbteig. Ich nutze dazu ein deppeneinfaches Rezept: 3 Teile Weizenmehl, 2 Teile Margarine und 1 Teil Zucker. Als erstes schneid ich die Margarine schon in kleine Stücke und geb sie nochmal kurz in den Gefrierschrank. Für den Zucker nehm ich gern gesiebten Puderzucker (geht auch super mit Kokosblütenzucker frisch aus dem Mixer 😉 ) Dazu 1/2  TL Weinsteinbackpulver und eine Prise Salz. Alles zusammen kneten und ihr wisst schon: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Dann pack ich den Klumpen in eine Folie und stell den Teig erstmal 1 Stunde kühl.

Mürbteig knetet man am Besten so lang wie nötig und so kurz wie möglich.

 

Zwischen 2 Folien lässt sich der Teig dann super einfach ausrollen, am besten 5mm. Die obere Folie tausche ich dann gegen Backpapier oder in meinem Fall eine Dauerbackmatte aus und stürze mit ihrer Hilfe den ausgerollten Teig auf das Backblech. Erst da drauf schneide ich den Mürbteig in Form und dann: genau 😉 Dann kommt das ganze Backblech wieder erstmal in den Kühlschrank für 30-60 Minuten. So behält der Teig beim Backen seine Form 😉 Im Rohr bei 180°C hatte ich meine beiden 3er dann ca. 25Minuten, aber das ist wohl von Form und Größe unterschiedlich.

Ein letzter Versuch, Baisers zu machen

Einmal wollte ich es noch wissen: Dieses Mal hielt ich mich ganz streng an das Vorgehen von Veganpassion, auch wenn ich anstelle der Vanille doch Vanillezucker, statt des Himbeeressigs, Apfelessig und statt des Johanisbrotkernmehls Weinsteinbackpulver nahm. Aber vor allem arbeitet ich kalt und zügig. Die einzelnen Schüsserl und Komponenten kühlte ich immer wieder runter und für die Zeitersparnis bereitete ich mir Pseudospritztüten aus Jausensackerl her. So ging dann alles ganz schnell und das Ergebnis sah schon ganz anders aus, als der erste Versuch!

Da fehlt ja noch was?

Ziemlich entspannt machte ich mich dann an die Creme, die einfacher wohl nicht hätte sein können. Ich nahm dazu lediglich 400g Schlagfix, 300ml Kokosjoghurt von Yoja und 2 Päckchen Sahnesteif. Nachdem das einige Zeit gekühlt war, schlug ich es 10 Minuten auf, bevor ich es bis zum Anrichten wieder kühl stellte. Und das wars dann auch schon 😉 Während ich darauf wartete, ob die Baisers war werden bzw. bis die Gäste kamen, schnibbelte und wusch ich schon mal das Obst und dann hieß es nur noch warten.

Anrichten und Fertig!

Mürbteigkeksboden, darauf dann die Sahnecreme gespritzt, darauf dann wieder ein Mürbteigkeksboden und dann wieder Sahnecreme gespritzt – das alles mit den Früchten, essbaren Blüten und den inzwischen perfekt fertig gebackenen Baisers belegt und thats it! So schnell hab ich wohl noch nie eine Torte fertig gemacht 😉

Alles in allem kann ich als Fazit ziehen, dass die Torte definitiv anfängertauglich ist und in Stunden gezählt auch extrem wenig Zeitaufwand bedeutet. Dafür müssen aber viele Schritte zeitgleich geschehen, was ein wenig Stress bedeutete. Oh und man braucht gaaaaanz viel Platz im Kühlschrank, weil praktisch alle Komponenten ständig wieder und wieder gekühlt werden müssen 😉

Ich hoffe, ich konnte euch zeigen, wie man auch als veganer Anfänger diese Torte meistern kann und freue mich, wenn jemand diese nachbäckt 😉

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