Alltag

Menstruationstasse

Dezember 28, 2015

Heut gehts mal nicht direkt um KrĂŒmelchen, sondern eher um mich 😉 Ich denke nĂ€mlich endlich eine Alternative gefunden zu haben, mit der ich gut ĂŒber meine Tage komm 😉 Das monatliche Bluten gehört nun mal in der Regel zum Frausein dazu und auch wenn ich  schon fast 2/3tel meines Lebens damit zu tun habe, hatte ich bisher immer noch nicht die ideale Lösung gefunden. Da aber ein immer grĂ¶ĂŸer werdender Teil meines Umfeldes mir so von ihr vorgeschwĂ€rmt hatte, hab ich es nun auch endlich mal probiert: Die Menstruationstasse.

Ich hab schon sehr frĂŒh meine Periode bekommen und nach nur wenigen Zyklen wusste ich sogar als Kind schon, das Rausbluten ist einfach unglaublich unpraktisch 😉 Binden hatten fĂŒr mich einen chemischen Geruch, meine Bewegungen am Spielplatz und Co. machten sie immer wieder mal nicht mit und da ich eine recht starke Periode habe, musste ich auf dementsprechend dicke Binden zurĂŒckgreifen, sodass ich mich fĂŒhlte, als trĂ€ge ich Windeln. Daher stieg ich auch schon sehr frĂŒh auf Tampons um. ZunĂ€chst nahm ich noch kleine, die mit einem Applikator zu benutzen waren, spĂ€ter dann aber große ohne Hilfe. Richtig zufrieden war ich eigentlich nur mit einer Marke, doch gerade die steht aktuell ganz stark in der Kritik.

Im FrĂŒhjahr 2014 (eigentlich schon sehr lange her ^^)  hab ich mir daher einfach mal eine Menstruationstasse beim DM gekauft und hatte ganz fest vor, sie auch zu nutzen. Doch, wie es immer so ist, da war es mir hier zu stressig, dann hatte ich noch so viele Tampons ĂŒberall rumkullern (btw. kennt ihr das auch, dass sich in jeder Jacke, jeder Tasche und sogar jeder Schublade in der Wohnung 1-2 Reservetampons verstecken? ^^) und außerdem war ich grad nicht in der Stimmung was Neues auzuprobieren und so hab ich gerade in der stressigen Zeit vor der Hochzeit die Neuerwerbung einfach liegen lassen. Als dann der Stress vorbei war und ich mich nach 3/4 Monaten endlich mal auf meinen Zyklus konzentrieren hĂ€tte können, tja, da war KrĂŒmelchen auch schon unterwegs und ich hatte auf einmal keinen Bedarf mehr an einer Menstasse 😉 Trotzdem hab ich mich auch die letzten Monate mit dem Thema beschĂ€ftigt und beim Recherchieren bin ich drauf gestoßen, dass Tampons anscheinend auch im Verdacht stehen, unter anderem Endometriose zu verschlimmern. Zudem wird vermutet, dass die Stoffe, die in so einem Tampon sind und unweigerlich ĂŒber die Jahre hinweg abgegeben sind, weitere Erkrankungen hervorrufen können. Klar, erwiesen ist noch nichts und ich will hier auch keine unnötige Panik verbreiten, aber ich hab mich immer mehr darin bestĂ€tigt gefĂŒhlt, dass ich weg von Tampons will.

Nach der Geburt war davon freilich ohnedies nicht die Rede. Die ersten 6 Wochen sollte ich alles frei rausbluten lassen können und so wurden wieder Binden meine Begleiter. Da ich nach 4 Wochen Wochenfluss und nur 1 Woche Ruhe auch schon wieder meine Periode hatte (und von da an regelmĂ€ĂŸig… heul…) haben mich die ersten Regelblutungen auch weiterhin Binden ĂŒber die Zeit begleitet. Doch dann eines Tages war es so weit: Die Regel kam und ich hatte vergessen, neue Tampons zu besorgen. SelbstverstĂ€ndlich war es außerhalb von GeschĂ€ftszeiten und ich hatte bereits begonnen, meinen angelegten Vorrat anzubrauchen. Es war also auf einmal nur ein einziges Tampon mehr da. Und das war der Schubbser, den ich gebraucht hatte 😉 Schnell mit meiner Schwester und einer Freundin geschrieben fĂŒr eine Schnelleinweisung und schon war das Teil drin. Ich spĂŒrte nichts. auch wenn ich mir unsicher war und daher zum Schutz noch eine Binde einlegte. Nach ca. 4 Stunden hab ichs zum ersten Mal gewechselt – ein Tampon wĂ€re nach so vielen Stunden zu Beginn meiner Tage lĂ€ngst ĂŒbergelaufen, aber nix, die Tasse war grad mal 1/3tel voll und alles war absolut rein geblieben. Also gewechselt und dann sogar 6 Stunden drin gelassen. Nach 6 Stunden ein erneuter Wechsel, der wieder 6 Stunden drin blieb, bis ich mich schlafen legte. An meinem ersten Periodentag hatte ich also nur 3 Mal wechseln mĂŒssen, unschlagbar!

Ich hatte es mir zugegeben wesentlich ekliger vorgestellt, aber man findet schnell seine individuellen Kniffe, wie alles ganz sauber vonstatten geht. Auch die Reinigung fand ich erstmal umstĂ€ndlich, aber es hat nur ein paar Wechsel gebraucht, bis ich meinen Weg gefunden hab, das Teil ordentlich zu reinigen. Aber das dĂŒrfte eh jede Frau anders machen 😉

Ich fĂŒr meine Teil bin jetzt definitiv ĂŒberzeugt, mir kommen keine Tampons mehr ins Haus. Und sollte ich mal eine Tochter bekommen, werde ich auch ihr die Tassen ans Herz legen. In der Zwischenzeit schwĂ€rme ich halt allen anderen Frauen von den VorzĂŒgen so einer Tasse vor 😉

* Diskret versteckt
* Hohes Fassungsvolumen
* Steht nicht im Verdacht, Erkrankungen zu erzeugen/ verschlimmern
* kein ekliger Chemiegeruch
* Umweltfreundlich
* GĂŒnstig! (15€ Tasse fĂŒr mehrere Jahre im Gegensatz zu ~5€ pro Monat)
* lÀsst das Blut nicht stauen
* regelmĂ€ĂŸiges Nachkaufen fĂ€llt weg
* genauso wie das regelmĂ€ĂŸige NachbestĂŒcken von Taschen, Jacken und co 😉 

Übrigens hatte ich wohl einen GlĂŒcksgriff mit meiner ersten Tassenwahl, denn wie bei Schuhen ist es so, dass die Tasse auch wirklich passen muss. Es ist also von Vorteil, sich selbst gut zu kennen und sollte eine Tasse unangenehm sein, obwohl sie richtig eingesetzt ist, sollte man sich eine andere besorgen. Online gibt es aber Tabellen, die aufzeigen, welche Tassen in welcher GrĂ¶ĂŸe passend ist, um FehlkĂ€ufe zu vermeiden 😉 

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