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Learning tower

Januar 2, 2016

Beschäftigt man sich mal mit BLW oder ganz allgemein mit Attachment parenting, stößt man wahrscheinlich unweigerlich irgendwann auf den sogenannten learning tower. Der Grundgedanke dahinter könnte simpler nicht sein: Um dem Kind möglichst viel Autonomie zu ermöglichen muss in der Regel die Umgebung an das Kind angepasst werden. Beim Waschen und der tgl. Pflege kann man einen extra niedrigen Waschtisch besorgen, bei Tisch hilft ein Hochstuhl, um gemeinsam Mahlzeiten einzunehmen, die Garderobe kann mit einem kleinen Stuhl und einem Korb mit vorab ausgewählten Utensilien ein eigenständiges Anziehen ermöglichen usw.
Eine Küche aber kann wohl nur in Ausnahmefällen so niedrig gemacht werden, sodass ein Kind sich dort selber z.B. ein Brot schmieren kann. Umgekehrt wollen wohl die wenigsten Eltern auf Knien kochen 😉 Die Alternative besteht hier also darin, das Kind mit einer Art Stockerl höher zu bringen, sodass es die Küchenplatte selbst erreichen und nutzen kann. Und neben dem klassischen Stockerl geistert nun schon seit einigen Jahren der sogenannte learning tower im Netz herum.

Wir verbringen aktuell echt eine Menge Zeit in der Küche. Frühstück, Mittagessen, Jause und Abendessen zuzubereiten kostet uns viele Stunden des Tages und es ist ein schöner Zeitvertreib, denn auch Krümelchen liebt es, in der Küche zu sein. Er räumt gern die Küchenrolle aus dem Regal, spielt mit der Kühlschrankmaus und beschäftigt sich mit den Dingen in seiner Schublade. Immer häufiger aber will er rauf zu uns, er will umrühren, Wasser in den Topf schütten, Gewürze reingeben, Gemüse im Sieb waschen usw. Und für all das muss ich ihn natürlich hochheben. Aber auch wenn ich ihn auf der Hüfte sitzen hab, ist es schwer, gleichzeitig zu kochen, daher haben wir beschlossen, brauchen wir den learning tower schon vor seinem 1. Geburtstag, wofür er eigentlich zuerst gedacht war.

Zusammengebaut war er in kürzester Zeit und selbst mit den Zusatzfeatures, die ich mir eingebildet hab, wars an einem abend erledigt 😉 Das meiste stammt vom IKEA, wir haben nur 3 weitere Holzleisten angebracht und eine davon mit einem einfachen Schrankensystem am Konstrukt angebracht. Selbstverständlich braucht Krümelchen sein Gewürzregal noch nicht wirklich und auch mit dem Schneidbrett spielt er aktuell nur herum, aber die Kübelchen für seine Utensilien haben ihren Zweck bereits erfüllt 😉

Und so hat der kleine Hase nun die Möglichkeit, auf seinen LT zu klettern, ich schiebe den unteren Riegel zu, sodass er nicht unabsichtlich rauspurzeln kann. Er kann da oben drin stehend seine Kübelchen leer räumen und mit den Dingen nach Lust und Laune herumspielen. Er kann mir so beim Kochen helfen, auch wenn es natürlich länger dauert, als würde ich es selber machen. Aber darum geht es hierbei ja auch nicht. Ich will, dass er die Abläufe kennenlernt, dass er sieht, was alles mit Lebensmitteln geschieht, bevor wir sie gemeinsam am Tisch als Mahlzeit einnehmen können. Und natürlich will ich, dass er ein gesundes Verhältnis zu Essen und Kochen entwickelt 😉

Rechte Seite: Mit Gewürzregal und Schneidbrett

Die untere Leiste lässt sich wie ein Schranken öffnen und schließen.

Linke Seite: Kübelchen mit seinen Kochutensilien (Kochlöffel, Teigschaber, Nudelholz, Schipperl, Quirl, usw.) und Haken mit Geschirrtuch.

Riegel unten, sodass ein unabsichtliches Rauspurzeln verhindert wird.

  1. Sieht toll aus! Wir haben vor kurzem auch so einen Lernturm gebastelt und ich bin ganz begeistert. An eurem mag ich vor allem den Kübel mit den Kochutensilien – so hat mal gleich alles dabei!

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