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Karenz/ Kinderbetreuungsgeld?!?!?!

Februar 19, 2015

Bei uns in Österreich sieht das ganze ja ungefähr so aus: Vor dem errechneten Geburtstermin gibt es 8 Wochen Mutterschutz, ebenso wie danach. (Ausnahmen bzw. Anpassungen bei Frühgeburten, Kaiserschnitt usw.) In diesen ~16 Wochen bezieht die Mutter kein Gehalt mehr, sondern das Wochengeld. Das rechnet sich aus dem Gehalt und dem aliquoten Urlaubsanteil aus. Und jetzt wirds kompliziert 😉 Bleibt die Mutter/ der Vater in Karenz zu Hause, hat sie/er das Recht auf Kinderbetreuungsgeld. Dazu gibt es verschiedene Modelle, die entweder vom Zeitraum des Zuhausebleibens oder vom bisher bezogenen Gehalt abhängig sind.

Achtung! Karenz und Kinderbetreuungsgeld gehen nicht automatisch Hand in Hand! Zum einen sind die beiden Sachen sepperat zu beantragen und unterliegen zum Teil auch unterschiedlichen Stellen bzw. Anmeldefristen und zum anderen kann ein Elternteil auch in Karenz gehen ohne Kinderbetreuungsgeld zu beziehen.
Unabhängig von Kinderbetreuungsgeld haben die meisten Eltern in Österreich (je nach Vorraussetzugnen) Anspruch auf Familienbeihilfe. Das hat aber rein gar nichts mit dem Kinderbetreuungsgeld zu tun und als Eltern kann man diesen Betrag praktisch noch dazu rechnen.
Noch nicht kompliziert genug? Lustig wirds dann erst, wenn man sich genau ausrechnen möchte, wieviel man dann eigentlich genau bekommt 😉 Also wir haben uns sämtliche Modelle angesehen, haben mit Zeiträumen und Zahlen herumjongliert und wussten dann zwar, was wir wollten, haben aber dann GsD trotzdem einen Termin bei der Arbeiterkammer gemacht.
Und dieser Termin war echt lohnenswert! Der nette Herr hat sich in Ruhe und Geduld unsere Gedanken angesehen, hat uns nochmal geholfen, alles auszurechnen und hat uns dann schließlich auf eine Möglichkeit aufmerksam gemacht, an die wir selbst gar nicht gedacht haben. Schlussendlich haben wir uns nun entschieden, welches Modell wir benutzen werden und können nun entspannt auf diesen Zettelberg schauen, denn nun heißts nur noch ausfüllen 😉
Ich rate daher allen Mamis und Papis: Geniert euch nicht, bei einer kompetenten Stelle nachzufragen! Lasst euch einen Termin bei einer Stelle geben, die euch wirklich mit Geduld beraten und auch noch dabei helfen. Selbst wenn ihr denkt, ihr kennt euch aus und habt das beste Modell für euch gefunden, nachfragen kostet nichts und wer weiß, vielleicht ergeht es euch ja wie uns: Denn wir können nun länger beim Krümelchen daheim bleiben UND steigen finanziell auch noch besser aus 😉

  1. Hey 😉

    Bin auf deinen Blog afmerksam geworden 🙂
    Welches Modell wirst/oder habt ihr gewählt?
    Komme auch aus Österreich und musste mich auch entscheiden!
    War auch für mich ziemlich schwierig!
    Alles Liebe
    Verena
    youngmumblogging

  2. Wir haben uns nun für das einkommensabhängige Modell entschieden. Anschließend an die 14 Monate werde ich zwar noch weiter in Karenz sein, habe dann aber natürlich keinen Anspruch mehr auf Kinderbetreuungsgeld, weswegen wir die 14 Monate je was beiseite legen werden, so dass es sich ca. ausgeht, bis Krümelchen 1,5 Jahre alt ist 😉 Aber ich empfehle wirklich mit allen Zahlen und Daten einen Termin bei der AK zu machen, die kennen sich in dem Wirr Warr wirklich gut aus 😉
    LG

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