Alltag

Ich bin (noch/ nach 2 Jahren Abstinenz wieder) hier!

November 2, 2020

Was sagt man, wenn man über 2 Jahre von der Bildfläche verschwunden ist?


Ich lebe noch, ja es gibt mich noch. Und nicht nur mich, sondern auch noch uns 4, denn wir sind zu 4. geblieben, also zumindest 4 Menschen, denn bei uns leben auch 4 Katzen, ihr wisst schon – Katzenmensch mit Leib und Seele.

Warum war ich weg, nun ja, das kann ich nicht so wirklich beantworten. Ich dachte, ich habe keine Zeit, also ich hab mir irgendwie eingeredet, keine zu haben, so mit Arbeit, Kindern, Haushalt usw. da hat man doch keine Zeit für einen Blog, oder? Nun ja, ich hab heut Abend spontan befunden, ich hab doch Zeit! Und ICH WILL jetzt was schreiben! Die kleine Stimme in meinem Kopf sagt mir, ich sollte was für meine Ausbildung machen, aber mein Herz weiß, ich bin erschöpft, ich kann heute keinen fachlich korrekten Satz mehr schreiben. Die Stimme sagt mir auch, ich könnte doch an den Liederkarten für die Arbeit weiterfeilen, aber mein Herz sagt mir, dass wir diese bis jetzt nicht hatten und es auch nichts ändern wird, wenn wir sie morgen noch nicht haben. Die Stimme sagt auch: Oia! Irgendwas ist sicher im Haushalt zu erledigen! Aber mein Herz sagt mir: Du warst heute tüchtig, du darfst dich ausruhen. Ich werde heute einfach mal auf mein Herz hören 😉

Ich scheibe also wieder und ich hab überlegt, worüber ich schreiben kann. Mein erster Impuls war einfach aus meinem Leben zu berichten, dann wurde mir aber klar, ich war verdammt noch mal über 2 Jahre weg vom Fenster, ihr habt ja gar keine Ahnung, wie mein Leben aktuell aussieht! (zumindest nicht, wenn ihr mir nicht auf Instagramm folgt, wo ich nach wie vor etwas aktiv bin) Also hab ich beschlossen, die großen Themen meines Blogs aufzugreifen und mal zu aktualisieren. Und so mach ich mich nun auf, euch in das Geschehen im November 2020 einzuführen:

Ich bin Katzenmama

Ich glaub, abgesehen von meinem Mann und unseren beiden Söhnen ist das das wichtigste Thema in meinem Leben! Und so kann ich erfreulicherweise berichten, dass wir nach Abbys traurigem Tod im August 2018 die beiden Katzen meiner Mama übernommen haben. Leider blieb die Katzenomi „Bailys“ nicht lange bei uns, ihr Katzenkumpel „Puma“ allerdings ist, mit seinen 16,5 Jahren zwar ziemlich klapprig auf den Beinen, aber noch immer jeden Abend auf unseren Kopfpölstern und der erste beim Füttern 😉 Damit er nicht alleine ist, hat er kurz nach dem Tod von Bailys 3 Katzenladys an die Seite gestellt bekommen. Aus dem Wiener Tierschutzhaus kamen „April“ & „May“, 2 Freundinnen, die nur 1 Woche dort verbrachten und zusätzlich noch unser rumänischens Straßenkatzerl „June“, das wir vom Tierschutzverein Tigerhausen übernommen haben. Ja, ihr kenn mich „adopt – don´t shop“ macht für mich einfach Sinn.

Ich bin Mama und Pädagogin

Ebenso ein großes Thema war das Finden einer passenden Fremdbetreuung für unsere Söhne. Das sprichwörtliche Haar in der Suppe konnte ich in einfach jeder Einrichtung finden und wir waren nach einem sehr kläglichen Fehlversuch wirklich kurz davor, die Kinder für den Heimunterricht anzumelden. Bis ich das Thema offen und ehrlich beim 1. Geburtstag des Beziehungscafés ansprach und da einfach so viele großartige Mamas mich in meiner Sorge unterstützen und ich so einen passenden Weg finden konnte. So ganz konnte ich es ehrlich gesagt nicht glauben, zu oft waren wir enttäuscht worden. Außerdem musste ich über meinen eigenen riesengroßen Schatten springen, denn bisher hatte ich nur schlechte Erfahrungen mit dieser Richtung der Pädagogik. Aber schlussendlich wollte ich es wissen, sicher auch aus Verzweiflung heraus und so haben wir uns eine Montessori-Einrichtung angesehen und wir waren hin und weg. Das – GENAU DAS – haben wir gesucht. Das haben wir zu Hause gelebt, das braucht Krümelchen! Als wir endlich unseren Weg gefunden hatten, war da aber noch die finanzielle Hürde, denn als Reformpädagogik ist hier in Wien leider nur ein Teil vom Staat finanziert, den Rest müssen die Eltern stemmen. Und als wir endlich nach stundenlangem Rechnen, Umverteilen, Planen und Organisieren das Geld für die nächsten Jahre zusammen hatten, bekamen wir leider Absagen… Es gab einfach zu wenig Plätze für zu viel Nachfrage.. das ist ein großes Manko nach wie vor: Es gibt zu viele Kinder für zu wenig Plätze, unabhängig von Einrichtung und Pädagogischer Orientierung. Eltern, die verzweifelt einen Platz suchen, findet man in Wien und Österreich leider an jeder Ecke… Durch Glück und erneute Unterstützung einer mir inzwischen so sehr ans Herz gewachsenen Mama des Beziehungscafés bekamen wir dann doch die Chance und haben es, komplett unerwartet in unsere Wunschinstitution geschafft. Inzwischen sind wir seit über 1 Jahr dort und könnten glücklicher nicht sein.

Ich bin Pädagogin

Wenn wir schon über das pädagogische Thema in meinem Leben reden, müssen wir mich miteinrechnen. Nach meiner Karenz mit Miniknübsi hatte ich weder Betreuungsplätze für unsere Jungs, noch einen Plan, wie mein Leben sich weiter gestalten soll. Zwar hatte ich einen wundervollen Beruf, den ich liebte, aber die Entfernung von 1 Stunde, sowie die Arbeitszeiten bis 17:30/18 Uhr passten einfach überhaupt nicht mehr in mein Familienleben. Der Gedanke, meine Kinder in der Früh in Frembetreuung zu bringen und sie dann erst wieder am nächsten Morgen wach zu sehen, wenn ich sie in die Fremdbetreuung bringe, das ging einfach gar nicht… Zeitgleich mit den Kindern entdeckte auch ich Montessori als Richtung für mich und entschloss daher, ein Jahr Bildungskarenz zu nehmen und die Ausbildung zur Montessoripädagogin zu starten. Ich sags ehrlich, wenn man 15 Jahre an einer Richtung lernt und arbeitet ist ein Umdenken nicht so einfach, aber es hat sich richtig angefühlt, ich hab mich verstanden und akzeptiert gefühlt und viele meiner tiefsten verborgenen Überzeugungen hatten auf einmal ihre Berechtigung: Ich war pädagogisch endlich zu Hause! Aber damit war es noch nicht zu Ende! Mitten in der Ausbildung wurde mir zugetragen, dass es eine mögliche Stelle gäbe und aufgrund meines Wesens, meiner vorherigen Ausbildungen und Berufserfahrungen würde man sich gut vorstellen können, dass ich da gut passen könnte. Leute, ihr könnt euch nicht vorstellen, was da grad in mir vor sich ging. Ich war noch in Bildungskarenz, war mit der Ausbildung noch nicht fertig und mir wurde so eben der heilige Gral aller möglichen Jobs, die ich mir vorstellen hätte können angeboten! Vorfreude, Überschwänglichkeite, Überwältigung, Nervosität, Panik, Versagensängste – alles traf mich und zwar mit voller Wucht und das noch zeitgleich! Lange Rede, kurzer Sinn, ich hab meine Traumstelle bekommen und darf nun schon seit über einem halben Jahr dort arbeiten! Ich bin also endlich auch beruflich zu Hause! Der Beruf erfüllt mich, ich freue mich auf jeden neuen Arbeitstag und ich sehe meine eigenen Kinder nach jedem Dienst, kann mit ihnen auf den Spielplatz, Aktivitäten unternehmen, gemeinsam kochen und sie dann auch ins Bett bringen – was könnte ich mir mehr wünschen <3

Ich bin nicht mehr vegan

Uff, das niederzuschreiben ist hart, aber es zu leugnen, bringt auch nichts. Veganismus fühlt sich immer noch richtig an und ich unterstütze jeden, der sich damit beschäftigt, aber ich merke für mich einfach, dass ich zu fest in alten Mustern stecke und es mich sehr große Mühe kostet, diese zu durchbrechen. Mühe – die ich leider nicht immer aufbringen kann. Es gibt Phasen, da fällt es mir wirklich leicht, auf tierische Produkte zu verzichten, aber, das muss ich gestehen, es ist für mich in manchen Belangen eben doch ein Verzicht. Angefangen hat es wohl in Miniknübsis Schwangerschaft, wo mir, inklusive meines eigenen Lebens, einfach alles egal war. Mit dem Stress und der Depression kamen alte Muster wieder hoch und so zog bald wieder Kuhmilch für den Kaffee ein und Käse für das Brot. Inzwischen ist viel geschehen, ich hab meinen Frieden gefunden und weiß, dass ich einen guten Weg für mich gefunden habe: Kuhmilch ist bei meinem Kaffee geblieben und auch Käse hat sich ein wenig bei uns eingeschlichen. Aber der Großteil unseres Essens ist vegan, wir kochen fast täglich frisch und gesund, den Kindern schmeckts und auch wenn Miniknübsi ab und zu mal tierisches Fleisch in anderen Haushalten verlangt, lebt Krümelchen doch streng vegetarisch und bei uns daheim ist wie gesagt, fast alles vegan. Übrigens ist auch das Essen in der Fremdeinrichtung vegetarisch bzw. zu einem Großteil vegan 😉

Ich bin Musikerin

Auch musikalisch hab ich mich endlich wieder gefunden. Nach, ich glaub 2 Jahren Pause, in denen ich mir selber den Genuss meiner Musik einfach nicht gegönnt habe, sitze ich nun regelmäßig abends mit meiner geliebten Gitarre, meiner Seele, am Bett und spiele einfach, wonach mir die Laune gerade ist. Die Gitarre, die ich seit ich 8 Jahre alt bin, besitze und bespiele. Neulich hab ich mal reininteressenshalber nachgesehen, was sie denn aktuell für einen finanziellen Wert besitzt: Tatsächlich hat sie ihren Wert in den letzten fast 30 Jahren mehr als verdoppelt. Keine Frage, für mich hat sie einen unbezahlbaren Wert: Unter den Saiten sind immer noch meine Tränen sichtbar, die ich in meiner Jugend nur dank ihr ausweinnen konnte und deswegen nie weggewischt habe. Auch den Jungs gefällt das Musizieren immer mehr und so sind neben dem immer weiter wachsenden Instrumentekorb mit allerhand Rasseln, Trommeln, Glockenspielen, Schellenstäben und Co auch 2 Flöten eingezogen, die die beiden mit Freude und Inbrust (noch ziemlich falsch für mein melodisches Ohr) spielen.

Ich bin Überlebende einer Depression

Heute, nach 4 Jahren kann ich das so leicht sagen, aber früher kam es mir nicht von den Lippen: Ich litt unter Depressionen und ich hatte nicht nur Suizidvorstellungen, ich hatte Suizidpläne! Aufgepasst – ihr dachtet, ihr wusstet, was mich in der perinatalen Depression begleitet hat? Ihr wusstet es nicht! Als ich am Höhepunkt meines persönlichen Leidens war, hab ich nicht bloß Gedanken an ein Ende verworfen, nein ich hab Pläne gemacht, ich wusste genau wo und wie. Einzig wann, war schwierig, denn mein Mann hatte eine Ahnung und hat mich wochen-, ach was, monatelang nicht ohne Betreuung gelassen! Das führte nicht nur zu einer Besserung meiner Beziehung zu meiner Mutter, sondern schlussendlich sogar zu seiner Entlassung… und das war noch schlimmer für mich… Aber er hat Recht, was ist schon ein Job, im Gegensatz zu einem Leben, zu einer, nein SEINER Familie. Jetzt trau ich mich das auch erstmals zuzugeben: Mein Mann hat wegen meiner psychischen Konstitution seinen Job verloren… Inzwischen ist viel Wasser den Fluß heruntergelaufen und es hat sich zum Besseren gewandt, die neue Stelle erfüllt ihn, er fühlt sich wohl. In mir, also wortwörtlich, lauert noch der letzte Rest dieser ursprünglichen Ursache: Miniknübsis Zwilling ist noch in mir, man wollte in nach der Stillzeit herausholen, aber dann kam Corona – ihr wisst Bescheid 😉 Aber es geht mir gut, ich habe viel aufarbeiten können und viel über mich und über meine Beziehungen gelernt. Ich hab meinen Frieden geschlossen. Was mir geblieben ist, ist der zwanghafte Wunsch, über perinatale Depressionen aufzuklären und Menschen in ähnlichen Situationen zu helfen… und an Christine zu denken, Miniknübsis Zwillingsschwester.

Ich war eine Tragemama

Tja, das ging definitiv schneller, als ich es mir jemals denken hätte können. Ausgestattet mit Bröckchentüchern und Spezialanfertigungen für große Tragekinder hab ich ehrlich gedacht, ich würde noch viel länger tragen, aber dem war dann doch nicht so. Vor ca. 2 Jahren, im September 2018 haben wir uns noch extra eine Onbuhimo anfertigen lassen mit Spezialmaßen, für extra große Traglinge. Immerhin war Krümelchen damals mit seinen nicht mal 3,5 Jahren zu groß für alle käuflichen Tragehilfen. Schon 1 Jahr spätzer zog Miniknpbsi mit nichtmal 2 Jahren da drin einm, ebenfalls zu groß für alle gängigen Tragehilfen… und dann ging es Schlag auf Schlag… Die beiden gingen immer mehr und verlangetn immer seltener nach dem Getragen werden. Und so hab ich Krümelchen jetzt wahrscheinlich schon 1,5 Jahre nicht mehr getragen. Und auhc Miniknübsi trag ich nur noch auf dem Weg ins Spital, wenn er sich mal wieder verletzt 😉 Dazu aber ein andere Mal. Nur kurz: Wir sind schon Stammgäste in diversen Spitälern in Wien 😉 Meine Tragetücher und Tragehilfen geistern seither durch die Welt, zum Teil hab ich sie wieter verkauft zum Großteil aber an ander Mamas weiter verborgt, damit sie auch eine schöne Tragezeit genießen können, ohne sich in finanzielle Abgründe stürzen zu müssen 😉

Ich war eine Stillmama

Auch das ging irgendwie so unspektakulär über die Bühne, dass ich fast vergessen hätte, darüber zu berichten: Beide Jungs haben rund um ihren 3. Geburtstag das Stillen einfach ausklingen lassen. Ich weiß leider nicht mehr, wann sie wirklich das letzte Mal gestillt haben, aber es war bei beiden kurz nach dem 3. Geburtstag. (Soviel dazu, dass sie sich nie von der Brust lösen würden…) oh und übrigens haben sie ohne Probleme davor schon ohne mich geschlafen, ganz ohne Brust oder Übergangsobjekte…Sie haben es einfach nicht gebraucht und sie wussten immer schon, was sie brauchen 😉

Ich bin Hobbybäckerin

Das ist eine Leidenschaft, die in den letzten Jahren regelrecht erblüht ist. Ich suche schon die Anlässe, für die ich Torten backen kann, ich sprudle über mit Ideen, die ich verwirklichen will und um ehrlich zu sein, ich esse die nahezu nie, denn ich bin – und war noch nie – ein süßer Typ 😉 Aber das Backen macht mir Spaß, neues auszuprobieren finde ich extrem herausfordernd und spannend und ich erstaune regelmäßig, wie einfach das Backen ist, wenn man sich nur drüber traut. Und übrigens: Ich backe nach wie vor nur vegan 😉 Fotos bleib ich heut mal schuldig, wobei, kleiner Hinweiß: Auf Instagram hab ich die meisten meiner Torten abgelichtet 😉

Ich bin kurzhaarig 😉

Könnt ihr euch noch an die 1000 Fragen an mich selbst erinnern? Ein paar hab ich davon ja ausgefüllt und da kam auch ein paar Mal hervor, dass ich mir die Haare wachsen lassen will, um wieder eine Haarspende zu machen. 2012 hab ich bereits über 30cm gespendet, aber dieses Mal konnte ich sogar 50cm spenden! Im Feburar 2020 hab ich mir selber das Geschenk der kurzen Haare gegönnt und hab es seither nicht bereut! Der Zopf erfreut nun jemanden, der es dringender brauchen kann und ich genieße die luftige Leichtigkeit mit einem kurzen Bob 😉

Ich bin getrieben von Fernweh

Und das hat mich auch in den letzten Jahren ziemlich verfolgt. Dank Planen, Sparen, Organisieren, einigem Verzicht und einem seeehr verständnisvollen Mann konnten wir in den letzten Jahren mehrere Urlaube machen, die mich in meinem Fernweh ein wenig befriedigt haben. Ob Kurzurlaube in Thermen, Dineylandaufenthalte, oder Sandtstrandurlaube, sowie sogar einer mehrtägigen Schiffsreise, konnten die Jungs und ich viel erleben und ausprobieren. Es waren spannende Zeiten und so fällt es mir aktuell nicht soo schwer, auf weitere Reisen zu verzichten, so mit dem ganzen Virusblödsinn und so. Zu den Reisen werd ich wohl noch extra mal was schreiben, nur mal so viel bis dahin: Man kann wesentlich mehr Geld sparen, als man denkt 😉

Ich bin Mama von 2 besonderen Kindern

Dass Krümelchen nicht wie andere Kinder war, wurde uns ehrlich gesagt sehr schnell klar… je älter, desto größer sind die Unterschiede und auch bei Miniknübsi zeigt sich mit steigendem Alter, der Abstand zu seinen Altersgenossen. Hochsensibilität ist inzwischen bei beiden so hoch messbar, dass es jegliche Skalen sprengt und auch Asperger Syndrom steht nach wie vor im Raum. Aber wir wehren uns noch gegen Stempel auf den Köpfen unserer Kinder und so machen wir das, was alle Eltern wohl tun würden: Wir nehmen sie so an, wie sie sind und begleiten sie auf ihrem spannenden Weg, den sie so gehen. Ja, wir haben uns inzwischen professionelle Hilfe geholt und werden als Eltern widerum von denen begleitet und auch die Jungs bekommen besondere Förderungen, aber noch ist alles so wage und fern, eine Diagnose hätte auch laut Profis noch keinen Nutzen und so genießen wir einfach nur den Alltag mit den beiden wundervollsten Seelen, die uns geschenkt werden konnten.

Ich bin aktiv

Neben Haushalt, Vollzeitbeschäftigung und Me-Time bin ich auch nach wie vor viel mit den Jungs unterwegs. Klar, Pikler hat irgendwann geendet und auch Hengstenberg hat irgendwann sein Ende gefunden. Krümelchen war bis zu seinem 4., Miniknübsi bis zu seinem 3. Geburtstag in diesem wundervollen Kurs, den ich nach wie vor allen Eltern ans Herz lege, aber auch danach war es nicht ruhig bei uns. Wir waren in Museen, in Dinoparks, in Tiergärten, Zoos, im Wald, beim Radfahren, Rodeln, (im Spital ;P ) usw. In den letzten Wochen haben sich aber neben dem Kindergarten 3 große Bereiche eingegliedert, die den Jungs nicht nur extrem große Freude bereiten, sondern ihnen auch erkennbar bei ihren Struggles im Alltag helfen: Zum einen ist da natürlich der SI-Kurs. Sensorische Integration bietet den beiden so viel, dass wir einiges davon auch zu Hause übernommen haben. Daneben haben die beiden noch den Schwimmkurs für sich entdeckt. Nachdem Krümelchen bereits 1,5 Jahre vor Miniknübsi damit begonnen hat, dürfen die beiden nun endlich zusammen im nassen Spaß herumplanschen. Und zuletzt ist eine besonders wichtige Aktivität zu nennen: Seit einigen Monaten reiten die beiden mit einem großen Noriker (professionelle Anmerkung meinerseits: Sehr großes Pferd! 😛 ) der die ruhigste Seele ist, die man sich vorstellen kann. Dieses Pferd gibt den beiden so extrem viel, das hätte ich mir nie träumen lassen… So sind wir also unterwegs, zwischen Ausflügen, Aktivitäten und Spielplatz… und ich staune jeden Tag beim Blick auf meinen Schrittzähler, wie weit die beiden schon unterwegs sind… besonders, wenn man bedenkt, „dass die ja nie gehen werden, wenn ich sie die ganze Zeit herumtrage“ 😉

Ich bin Pandemiebetroffene

Last but not least, ja selbstverständlich hat auch uns die Pandemie getroffen. In wie weit und wie sehr sich unser Leben verändert hat, wird wohl ein eigener Post werden, aber hier kann ich sagen: ich hab meine Hoffnung noch immer nicht verloren! Ich glaube daran, dass wir das als Gemeinschaft schaffen können und versuche auch meinen Kindern ein bisschen Leichtigkeit in dieser Schwere zu vermitteln. Denn wenn ich etwas aus den letzten 6,5 Jahren, seitdem ich diesen Blog führe, gelernt habe, dann dass es immer irgendwie geht… gehen muss… Wir Menschen sind dafür geschaffen, uns anzupassen, es steckt in unseren Genen. Das ist die Geschichte der Antropologie: Wir Menschen schaffen! Punkt! AUS!

Falls ihr bis hier durch gehalten habt, freue ich mich und kann euch sagen, ihr seid am aktuellen Stand. Ich will ab nun wieder regelmäßiger posten und natürlich auch wieder mit Fotos. Da ich aber neben meinen 40 Stunden Arbeit, 2 bezaubernden Jungs inklusive Mann und Freizeit nur bedingt schreiben kann, wird es wohl eher unregelmöääßig und stoßweiße erfolgen. Ich hoffe, ihr könnt uns trotzdem weiter folgen und erlebt dadurch wie großeartig und wundervoll ein Leben sein kann, trotz Alltagstrott, langweiligem normalen Leben und so vielen besonderen Momenten, wie ein Leben nur bieten kann <3

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