Baby 0-12 Monate | Geburt | Wochenbett

Ehre das Wochenbett

Mai 1, 2015

„Du solltest die Tante XY bald einladen, die will Krümelchen endlich sehen!“
„Warst du heute eigentlich schon draußen?“
„Wir können ja morgen gemeinsam in den Park gehen.“
„Der Hofer hat gerade Kaffee im Angebot, da solltest du zuschlagen!“

Diese und ähnliche Aussagen höre ich in den letzten Tagen immer wieder. Und das obwohl ich eigentlich grad erst 9 Tage zu Hause bin und Krümelchen grad mal 12 Tage alt ist. In der heutigen Zeit wird eher von den Mamas gesprochen, die gleich nach der Geburt wieder ihren Alltag aufnehmen, ein normales Leben führen, so tun, als hätte sich nichts verändert.
Auch ich hatte zugegeben so meine Probleme, einfach mal alles liegen und stehen zu lassen. Schon im Spital war ich so gut wie nie im Bett, sondern immer irgendwo unterwegs. Und auch danach war ich eher motiviert was zu erledigen oder zu unternehmen, als nur daheim zu liegen und nichts zu tun.
Wir waren gleich am Tag 4 rund 3 Stunden im Einkaufscenter, Tag 5 haben wir mit Amtswegen, Bürokratie und sogar Möbelkauf verbracht und auch Tag 6 haben wir viel im Auto, beim Shoppen und mit Neudekorieren der Wohnung zugebracht. Tag 7 hatten wir dann Wohnung putzen und 2 Touren Besuch, Tag 8 zu zwei Ärzten, Tag 9 wieder ein Arztbesuch, sowie der Ausflug wegen der Baustelle in eine andere Wohnung.
Am Tag 10, also Mittwoch hat sich dann gezeigt, dass wirs wohl etwas ruhiger angehen sollten. Wahrscheinlich beim Haus- oder Kinderarzt scheinen sich nämlich der Papa und Krümelchen angesteckt zu haben. Begonnen hat es mit einem häufigeren Niesen und leicht verklebten Augen. Krümelchen schlief dann auch etwas unruhiger, als gewohnt, es war aber sonst noch nichts bemerkenswertes. Trotzdem haben wir beschlossen, Donnerstag und auch heute, Feitag im Bett zu bleiben. Und siehe da, den Papa hats echt ordentlich erwischt, eine richtige Männergrippe würd ich sagen 😉 Krümelchen ist erfreulicherweise nicht so stark betroffen, aber auch er schnupft, schnieft und röchelt ein wenig herum. Zudem trinkt er seither nicht mehr so brav, wie bisher. (Gewicht passt aber, er nimmt trotzdem brav zu)
Und bei all dem denke ich mir, vielleicht hätte ich einfach mehr Ruhe verlagen sollen. Gut, die Arztbesuche, wo sich die beiden wahrscheinlich angesteckt haben, waren nicht vermeidbar, aber trotzdem hab ich mich nun wieder auf das Wochenbett zurückbesonnen. Den Haushalt lassen wir jetzt einfach mal liegen, die Wäschebox ist eh leer und wir werden es überleben, wenn mal ein wenig mehr Geschirr herumsteht. Der Boden kann auch mal 2-3 Tage ungesaugt und -gewaschen bleiben und Stoffwindeln haben wir GsD genug, um nicht jeden Tag waschen zu müssen.
Sämtliche Termine werde ich auch ein absolutes Minimum reduzieren, genauso wie Besuche und nun konzentriere ich mich erstmal ganz intensiv auf meinen kleinen Prinzen, der erst vor son wenigen Tagen in mein Leben geschneit ist. Immerhin verfliegt die Zeit im Nu und diese ersten paar Tage bekomme ich nie wieder.
Und passend dazu gibt auch noch schnell einen lieb geschriebenen Artikel einer Hebamme, der mir neulich zugespielt wurde: Einladung ins Wochenbett

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