Baby 0-12 Monate | Wochenbett

Baustelle mit Baby

April 29, 2015

Seit Anfang April wird ja ein Teil unserer Hausfassade renoviert. Und obwohl ich zunächst große Sorgen deswegen hatte, bin ich inzwischen ein wenig entspannter. Nun sind wir ja doch schon eine Woche zu Hause und bisher hält sich der Lärm echt in Grenzen. Krümelchen kann trotz Baugeräusche ohne Probleme schlafen und auch wenn er wach ist, stört ihn der Lärm nciht so sehr, wie wir befürchtet haben. Dazu muss ich aber auch sagen, dass wir eine langgezogene Wohnung haben und das Glück, dass die Bauarbeiten bei der Eingangstür, also am anderen Ende der Wohnung stattfinden. Denn wir haten uns meist im Schlaf- oder Wohnzimmer auf und da liegen doch einige Meter dazwischen.

Gestern war der erste Zwischenfall, gleich neben unserer Eingangstür wurde ein Stahlträger abgetragen, das war tatsächlich unglaublich laut und da Krümelchen schon sehr müde war, konnte er auch einfach nicht einschlafen. Das war tatsächlich das erste Mal, das wir miterleben durften, wie luat unser Sohn auch sein kann 😉 Denn die nächsten 2-5 Minuten schrie er so dermaßen, dass wir uns ziemlich ungläubig ansahen. So kannten wir ihn ja noch gar nicht. Also eigentlich hat er noch nie geschrien, gelegentlich quängelt er und manchmal, wenn das Essen nicht schnell gernug serviert wird, kann er auch raunzen, aber so richtig brüllen, so kannten wir ihn bisher nicht 😉 Mein Liebster ist dann raus zu den Bauarbeitern und hat erfragt, wie lang das dauern würde. Da es dann doch hieß, gute 2 Stunden beschlossen wir, schnell die Wohnung zu verlassen 😉
Gott sei Dank haben wir viele liebe Menschen in unserem Umfeld die von der Problematik „Neugeborenes auf einer Baustelle“ wissen und uns angeboten haben, zu ihnen flüchten zu können. Deswegen haben wir schnell die Sachen gepackt und waren innerhalb von 5 Minuten fertig, um die Wohnung zu wechseln. Bei Krümelchens Oma haben wir es uns dann gemptlich gemacht und er hat die nächsten Stunden dort schlummernd verbracht. Sobald es wieder leise war sind wir dann wieder zurück in unsere eigenen 4 Wände, wo es seither wieder relativ leise ist, zumindet so, dass Krümelchen sich nicht daran stört 😉
(Angeblich wird es wohl nur 2-3 Mal noch so laut bei uns sein, da der Bereich direkt vor unserer Wohnung als einziger nicht von den Bauarbeiten betroffen ist)
Ich denke, das Wichtigste ist wohl, als Eltern ruhig zu bleiben, auch wenn es schwer fällt. Das Kind orientiert sich an der Gefühlslage der Bezugspersonen und kann so aufgebracht aber auch beruhigt werden. Sind Papa und Mama ganz entspannt, wenn auch selbst eingeredet und mit Atemkontrolle forciert, gibt es kein besseres Mittel gegen Baustellenstress als der Schlaf auf dem Bauch eines Ruhepols.
Und wenn alle Stricke reißen, dann sollte man sich auf keinen Fall zu schade sein, um Hilfe zu bitten. Oft reicht ja schon ein Ausflug in den Wald oder ein Spaziergang in einen Park, aber wenn das mal nciht möglich ist, wie bei uns neulich weil es gestürmt und geregnet hatte, dann hilft manchmal einfach nur eine fremde Wohnung, wo man sein Baby für 2-3 Stunden hinlegen kann, damit es zur Ruhe kommen und sich ausruhen kann.

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