Aktivitäten | Baby 0-12 Monate

Babyzeichensprache

Februar 6, 2016

Schon vor einiger Zeit haben wir angefangen bei bestimmten, sich immer wiederkehrenden Alltagsmomenten Zeichen mit einzubauen. Der Klassiker ist bei uns „Fertig“, was wir sowohl beim Abhalten (Das macht dann natürlich der nicht haltende Elternteil ^^) als auch beim Essen als deutliches Signal zur Beendigung eingeführt haben.
Im Rahmen meiner Ausbildung hab ich einige Zeit in die Gebärdensprache reinschnuppern können und so sind mir noch einige Gebärden geläufig gewesen, die ich auch in unseren Alltag integrieren konnte. Papa, Mama, Oma, Opa, Katze, Nudeln (Spaghetti), Halt/ Stop, Toilette, Bitte, Mein/ Dein, Wasser, Tee, Kaffee, Pizza, Teller, warm, heiß, Aua/ Schmerzen, lecker, mehr, duschen, Sonne, Wind, Regen, Nebel, Auto, LKW, Handy und Ähnliche sind eigentlich so die selbsterklärenden Klassiker, die man sich einfach merken kann.
Da wir jetzt immer wieder in Situationen kommen, in denen wir nicht genau verstehen, was Krümelchen gerade will (Beim Essen z.B.) haben wir beschlossen, die Zeichensprache ein wenig zu intensivieren. Noch hat er kein einziges Signal selbst übernommen, aber er versteht schon sehr viele Signale und reagiert auf sie. Wünschenswert wäre natürlich, dass er selber mal die Zeichen machen kann und uns so verdeutlichen kann, ob er nun noch ein Obst haben will, ob er lieber eine Banane oder einen Apfel haben möchte, oder ob er lieber ein Brot möchte oder ob er was ganz was anderes haben will 😉

Wir haben uns daher jetzt mal 3 Gimmiks zugelegt, die uns in der Thematik wieder ein wenig auf Vordermann bringen sollen:

Handyapp: Babyzeichen. Das gibt es als Gratisversion, als Miniversion mit ca. 200 Begriffen und als Großversion mit ca. 400 Begriffen. Da wir die 5,99€ recht gut investiert fanden, haben wir uns die große Auswahl genommen und sind bis jetzt ganz zufrieden damit. Jedes Zeichen wird nicht nur in einem Video gezeigt, sondern es werden auch die unterschiedlichen Bedeutungen dazu geäußert. So sind z.B. „Jacke“ und „Anziehen“ die selbe Gebärde. Natürlich kann man sich das alles kostenlos auf youtube ansehen, aber es ist schon nett, die tgl. Gebärden auf einen SItz parat zu haben. So hab ich übrigens alle Begriffe, die wir regelmäßig nutzen unter den Favoriten abgespeichert und kann sofort nachsehen, sollte ich mal was vergessen. Nettes Zubehör dabei: Ein kleines Quiz: Da werden nur die Gebärden per Video gezeigt und man muss die richtige Antwort anklicken. Für mich ist das eine super Gelegenheit, eine kurze Übungssession während der Zugfahrt in die Arbeit durchzuackern.

Buch: Das große Buch der Babyzeichen. In diesem dicken Wälzer, den es leider nicht als EBook-Version gibt, werden neben rund 300 Gebärden auch das Prinzip an sich erklärt, sowie mit Tips & Tricks zur Einführung ausgeschmückt und anhand von Praxisbeispielen von Familien auch noch abgerundet. Leider hab ich nur selten die Möglichkeit, mit einem dicken Buch mal eben schnell ein wenig zu lesen, da ich meist im Bett neben dem schlafenden Krümelchen ohne Licht liege. Zudem ist es auch noch ziemlich schwer und unhandlich, was ein spontanes Mitnehmen in z.B. die Arbeit verhindert. Daher hab ich das Buch noch lange nicht durch… Aber es gefällt mir gut und ich denke, es kann uns ein wenig bei unserem Vorhaben unterstützen.

CD: Lieder, Spiele und Reime zur Babyzeichensprache: Das fand ich irgendwie nett, denn auch, wenn man natürlich jedes Lied dazu nutzen kann und es soll ja später auch dem Alltag und nicht nur ausgewählten Situationen dienen, denk ich mir, sind wir doch immer wieder dazu verleitet, ganz bewusst, gewisse Begriffe zu wiederholen udn grad anhand von Liedern macht das sicherlich Spaß. Aktuell haben wir damit aber noch nicht begonnen, weil wir in letzter Zeit eher weniger zum Singen gekommen sind und wenn, dann hab ich eher mit der Gitarre begleitet und mein Liebster hat darauf geachtet, dass Krümelchen mit vor lauter Quietschen, Singen und Herumtanzen nicht wieder Spinat auf mein liebstes Liederbuch speibt… (Ja, das ist passiert ^^)

Ich wurde jetzt schon von zwei Leuten aus meinem Umfeld gefragt, ob ich denn keine Angst hätte, dass er sich dann nur mit Gebärden unterhalten würde, sofern er es überhaupt annimmt, und damit in seiner Sprachentwicklung verzögert sein könnte. Aber ehrlich gesagt, teilen sich Kinder ununterbrochen mit, sie signalisieren die ganze Zeit und wenn man aufmerksam viel Zeit mit ihnen verbringt, kann man sehr viel davon auch lesen. Unabhängig davon wie viel oder mit wem ein Kind durch sein Zeigen kommuniziert, entwickelt sich die Sprachentwicklung parallel dazu und ich denk, bei der Zeichensprache wird es wohl ähnlich sein.

Übrigens arbeiten wir nicht nach dem klassischen Schema „Zwergensprache“, denn viele Gebärden haben wir ja schon früher eingeführt, zum Teil aus der deutschen Gebärdensprache und zum Teil auch ganz intuitiv. (Z.B. hab ich eine bestimmte Art, die Hände zu falten, wenn ich ihn informiere, dass ich ihn jetzt hochheben werde bzw. ihn damit frage, ob es okay für ihn ist. Er kennt das Zeichen und reagiert darauf, indem er sich entweder wegdreht oder seine Arme hochstreckt.) Für viele Wörter hatten wir aber bisher keine Zeichen und die werden wir wohl aus dem Angebot der Gimmiks nehmen.

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