Baby 0-12 Monate | Tragen

Als Tragling warm durch den Winter

Oktober 2, 2015

Während der ersten Schwangerschaft kann man nur schwer abschätzen, wie es sein wird, wenn das Kind zwischen 8-12 Monaten ist. Also zumindest konnte ich das nicht und auch die Mamis, mit denen ich darüber geredet hab, haben mir beigepflichtet. Man plant, überlegt und dann kommt es doch anders als gedacht 😉
Wir hatten zwar immer schon vor, Trageeltern zu sein, haben uns aber trotzdem einen Kinderwagen zugelegt. Und auch wenn wir ihn bisher nicht wirklich genutzt haben und er dezent im Abstellkammerl verstaubt, dachte ich doch einige Zeit lang, ich würde ihn dann im Herbst/ Winter nutzen, wenn Krümelchen im Buggy sitzt. Doch irgendwie kann ich mich immer noch nicht damit anfreunden.

Und nun? Da hab ich nun einen kleinen Brocken am Bauch bzw. Rücken gebunden und schau, dass ihm den ganzen Sommer über nicht zu warm ist. Aber was macht man als Eltern eines Traglings im Winter?
Ich hab ein wenig online gestöbert, Werbefotos, Produktbilder usw. dort sieht man unter den gängigen Tragebegriffen eigentlich nur Sommerfotos. Also Suchbegriffe erweitert und siehe da, die ersten Alernativen gefunden. Doch, was nun tatsächlich zu einem persönlich passt, das bedarf noch einiger Überlegungen, die auch wir durchgegangen sind:


Kumja
Damit ist ein Einsatz gemeint, der in jede passende Jacke gezippt werden kann. Der Vorteil liegt klar im Preis, denn es ist ein im Vergleich kleines Stück Stoff und so kann auf die Anschaffung einer neuen Jacke verzichtet werden. Nachteilig ist aber, dass dieser Einsatz nicht mit jeder Jacke kombinierbar ist, die Zipplänge und -weite muss passen und selbsterklärend kann es nicht mit einer geknöpften Jacke genutzt werden. Da uns das dann doch zu unsicher war, haben wir uns dagegen entschieden. Lieber wollten wir etwas haben, was sicherer ist.

Tragecover
Ein Tragecover sieht ähnlich wie ein Sack aus, den man um das gebundene Kind gibt. Hierbei gibt es spezielle Cover, die an die jeweilig dazugehörigen Tragen angepasst sind. Der Vorteil daran ist eindeutig die perfekte Passform. Der Nachteil: Man ist meist an ein bestimmtes Tragemodell gebunden und hat keine Möglichkeit zwischen den Tragen herumzuswitchen. Damit fiel das bei uns unten durch.
Alternativ gibt es Cover, die vielfältig einsetzbar sind, sich zwar nicht sooo 100%ig an das Tragesystem anpassen, aber dafür (meist dank Gummizug) doch vielfältig. Es gibt sie, wie alle Cover als Ergänzung für Regenschutz, Windjacke, Winterjacke, Wollmantel usw.
Doch bei all diesen Covern gibt es 2 für uns große Nachteil: Die Jacke des Trägers bleibt offen, sofern er überhaupt eine trägt. Und kein Cover, das wir gefunden haben, sitzt tatsächlich gut auf einem im Tragetuch gebundenen Kind. Das war also nicht das, was wir suchten, daher ging die Suche weiter.

Trageponchos
Trageponchos haben den großen Vorteil, dass sie nahezu bei jeder Trageweise einsetzbar sind. Viele Modelle eignen sich sogar zum Hüfttragen. Aber was sie für uns unbrauchbar machten: Als Winterkleidung sind sie nicht geeignet. Als herbstliches Modeacessoires sehen sie echt klasse aus, dafür waren sie mir aber ehrlich gesagt etwas zu teuer.

Tragemäntel/ Tragepullover
Das ging schon eher in unsere Richtung, eigentlich erfüllten diese Teile fast alle unsere Kriterien. Leider waren die Tragemäntel allesamt für Frauen geschnitten, wunderschön, aber da wir beide damit tragen wollten, für uns nicht passend. Ähnlich erging es uns bei den Pullovern: Die waren zwar meist unisex geschnitten, aber einfach nicht warm genug für den Winter, daher ebenfalls nichts für uns.

Tragejacke
Im Endeffekt wurde es eine Tragejacke. Wir haben uns für ein Modell entschieden, dass sowohl Papa als auch Mama tragen kann und sowohl zum vorne tragen, als auch am Rücken geeignet ist. Da wir alle drei eher hitzige Personen und wir Eltern auch die letzten Winter fast nur mit Softshelljacken umhergelaufen sind, haben wir uns wieder für so eine entschieden. Es gibt Tragejacken aber natürlich auch etwas dicker 😉
So eine Jacke passt einfach zu unserem Stil und unseren Trageweisen. Toll an dieser Jacke fand ich auch, dass es auch einen Schwangereneinsatz dazu gibt, ich könnte also nun auch im Winter schwanger Krümelchen am Rücken tragen 😉

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