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Alkohol in der Stillzeit

Juli 3, 2015

Ich bin Mutter mit Leib und Seele. Mein ganzer Tag dreht sich entweder um Krümelchen oder ist an ihn angepasst. Ich genieße es stundenlang mit ihm auf der Couch Sprach- und Bewegungsspiele zu spielen. Ich liebe unsere Spaziergänge zu zweit/ dritt im Wald und ich muss gar nicht mehr großartig überlegen, denn der Tagesablauf mit unserem kleinen Hasen hat sich schon so normalisiert. Das bedeutet aber auch, dass ich immer mehr Dinge mache, die ich auch früher gemacht habe. Und so steht auch mal shoppen am Tagesplan oder Bürokratengänge. Wir besuchen Freunde und Familie und sind viel draußen. Doch eines hab ich lang sein lassen, obwohl es ein Teil meines alten Lebens war, den ich schon vermisst habe: Alkohol.

Natürlich mein ich damit jetzt nicht mich ins Dillirium zu trinken und auch nicht täglichen Konsum aber grad so mit meinen Schwestern oder meinem Liebsten ein Gläschen Wein zu genießen, das hat mir die letzten Monate schon gefehlt. Daher hab ich mir nach den für die Milchbildung entscheidenden 6 Wochen endlich mal wieder den Genuss gegönnt. Dank Festen und Feiern hatte ich inzwischen sogar schon 4 abende, an denen ich Alkohol konsumiert habe.
Bin ich deswegen eine schlechte Mutter? Ich denke nicht! Denn auch wenn ich Mutter aus tiefsten Herzen bin, möchte ich mich selbst nicht aufgeben, möchte weiterhin mein gewohntes Leben führen – gern mit Abänderungen, aber eben nicht komplett anders. So verhindere ich auch gleich mal nebenbei das Gefühl der Reue, das ich schon von so vielen Müttern gehört habe. Denn ich möchte nicht in einigen Monaten denken, ich hätte was versäumt, ich würde was verpassen oder ich müsse mich für mein Kind aufgeben.
Und um gleichmal der Frage vorwegzukommen, die mir dann immer gleich gestellt wird: Natürlich bekommt Krümelchen an diesen Tagen auch Muttermilch. Ich hab ja genug abgepumpt und vor meinem ersten Gläschen pumpe ich auch immer komplett leer. Dank Internet kann ich mir dann auch recht gut ausrechnen, wie lang die darauffolgende Muttermilch nicht zu verwenden ist und das pump ich dann ab und schütte es eben weg. Meist schlag ich auf die Zeit dann sicherheitshalber noch 1-3 Stunden drauf, leere dann die Brust nochmal komplett und Krümelchen bekommt erst die Milch die danach gebildet wird.
Und noch ein wichtiger Punkt: Wenn ich trinke, trinkt der Papa selbstverständlich nichts und an diesen abenden kümmert er sich (nahezu) alleine um unseren Sohn. Ich würde den kleinen Hasen nur ungern halten/ wickeln oder beaufsichtigen wollen, wenn ich bereits alkoholisiert bin – rein sichereheitshalber 😉

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