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Akkupunktur

September 29, 2016

Ich seh mich selbst zwar zu einem skeptischen, aber durchaus aufgeschlossenen Menschen. Wenn es für mich logische Argumente gibt, die sich am besten noch mit Studien untermauern lassen, dann akzeptier ich gern auch Ansichten, deren Meinung ich selbst nicht teile. Ähnlich sieht es bei alternativen Behandlungsmethoden aus. Ich persönlich glaube in aller erster Linie mal an die Fähigkeit des eigenen Körpers, vieles von alleine zu bewältigen und bin eher ein Gegner von harten Medizinbomben bei kleinsten Beschwerden. An zweiter Stelle stehen bei mir bewährte Naturheilmittel, wie z.B. der Zwiebelsaft bei Hustenreiz oder Fenchel-Kümmel-Anis-Tee bei Bauchschmerzen. Erst danach kommt für mich die Schulmedizin, die in meinen Augen zweifelsohne ihre Berechtigung hat, aber für meinen persönlichen Geschmack einfach viel zu gern zu früh und zu heftig eingesetzt wird.
Und die Alternativmedizin? Die steht da irgendwo dazwischen…
Ich habe selber bereits einige Erlebnisse an mir bzw. live miterleben können, die mich schon stutzig gemacht haben, sei es nun mein Kater, der nach Jahren auf einmal mit ein paar Globuli seine Beschwerden loswird, oder eine Frau, die nur durch Handauflegen meine Leistenbruchnaht gefunden hat. Und so bin ich prinzipiell zwar skeptisch, aber durchaus offen gegenüber alternativen Möglichkeiten. Genauso wie bei Akupunktur. Ich gebs ehrlich zu, es wurde mir zwar schon öfters vorgeschlagen, aber preislich war es für mich nicht denkbar, es einfach mal zu probieren. Ein zu hoher finanzieller Aufwand für zu wenig Aussicht auf Erfolg hat mich immer davon abgehalten. Abgesehen davon, dass man mir da ja mit Nadeln in den Körper pieckst… uaaaah…
Aber, wie man wahrscheinlich in den letzten Monaten hier gut nachlesen kann, ich bin im Moment echt hart an der Grenze. Die Spitäler wollen mich gar nicht mehr gehen lassen, die Ärzte fänden es unbedingt erforderlich Bettruhe bis zur Geburt einzuhalten und ich bin aber in Karenz für meinen kleinen 17monate alten Wirbelwind Krümelchen. Eine dauerhafte Fremdbetreuung kommt für mich aus Überzeugung noch nicht in Frage. Und stundenweise würde es mir kaum helfen.
Aus dieser Not heraus, probier ich dann halt doch einfach alles aus, was noch helfen kann. Also war ich vor ein paar Tagen mal bei der Akupunktur.
Das Prozedere war recht simpel: Ich hab der Ärztin meine Beschwerden geäußert, meine Wünsche bezgl. Linderung und wurde dann an 4 Punkten (symmetrisch 8 Nadeln) gepieckst. Miniknübsi hat sich ungemein aufgeregt, die ganze Zeit wie wild herumgestrampelt und nach ein paar Minuten bemerkte ich, dass die Stelle immer mehr wehtat. Nach 20 Minuten wurden die Nadeln entfernt. Daheim wurden die Schmerzen immer schlimmer, von einer Linderung keine Spur. Mein Liebster hat sich frei genommen und während ich nur dalag kümmerte es sich alleine um Krümelchen.
Auch der Folgtag hat noch ziemlich wehgetan. Aber am Zweiten Tag darauf waren die Schmerzen nahezu verschwunden. Klar, ganz weg war es nicht, aber es hat so wenig wehgetan, wie schon seit Wochen, wenn nicht sogar Monaten nicht mehr! Skepsis bleibt bei mir zwar immer noch, aber da sich nichts anderes verändert hat, trau ich die Besserung durchaus der Akupunktur zu.
Nächste Woche werde ich es auf jeden Fall noch einmal probieren, werde mich also nochmal piecksen lassen, mal schaun, vielleicht habich ja endlich meine individuelle Lösung gefunden, mit der ichs halbwegs gut über die Runden schaff 😉

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